
Doch um was geht es auf „Magnolia“? Im Großen und Ganzen verarbeitet der 32-Jährige Österreicher sein Erlebtes der letzten Jahre. Also ist „Magnolia“ im Endeffekt ein Therapiealbum. Dabei spricht er direkt Themen wie den Tod der Mutter, Karrierebeginn, Freunde, Geldprobleme und Depressionen an. Wer fröhliche Songs zum Mitsingen erwartet, ist hier falsch! Die Platte besticht durch die nachdenklichen Texte und Melodien.
Dabei merkt man, dass sich der gelernte Koch (der selbst als Produzent tätig war/ist) Hilfe von Außenstehenden geholt hat, denn nur so konnte er sich von den gewohnten Sounds lösen. Er hatte bereits 19 fertige Lieder produziert, verwarf sie dann aber alle wieder, nachdem ein guter Freund ihm seine ehrliche Meinung entgegenwarf, die er, wie er selbst sagt, zum ersten mal auch berücksichtigte.
Wie auch immer die vorherigen Stücke gewesen sein mögen, mich hat „Magnolia“ jedenfalls von Anfang an in seinen Bann gezogen. Gerade „Ich lauf“, „Schneekugel“ als auch „Notlandung auf Berlin“ fesseln einfach ungemein, nicht zuletzt durch die rauchige, ruhige Stimme.