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The Counselor – Brutaler Thriller ohne Spannung

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Im neuen Streifen „The Counselor“ von Ridley Scott geht es nur um Eines: Die Gier. Diese wird mit viel pseudointellektuellem Gequatsche und spannungsloser Brutalität thematisiert. Beim starbesetzten Cast sticht vor Allem Cameron Diaz in einer ungewohnten Rolle hervor.

Mit viel Geballer und absurden Todesarten in Kombination mit hochphilosophischen Dialogen feiert Quentin Tarantino ja schon seit Jahren weltweit Erfolge im Kino. Daran scheinen nun Regisseur Ridley Scott und Drehbuchautor Cormac McCarthy anknüpfen zu wollen. Leider scheinen die Dialoge und die Handlung bei ihnen nicht ganz auf einen Nenner zu kommen. Beim Bohren in der unersättlichen menschlichen Gier scheint es fast als habe Scott seine ganz eigenen Vorstellungen wie sein Film aussehen sollte und setzt die schweren, ausschweifenden Dialoge seines Drehbuchautors scheinbar wahrlos in die Geschichte ein.

Diese ist kurz erzählt. Der Counselor (Michael Fassbender) führt eigentlich ein schönes Leben. Er hat eine zauberhafte Verlobte (Penelope Cruz) und genug Geld um sich ein schönes Leben zu finanzieren. Das reicht ihm aber nicht. Um an noch mehr Kohle zu kommen, lässt er sich mit gut betuchten Drogenbossen ein und plant die Überführung von massenhaft Kokain über die Grenze von Mexiko in die USA, die ihm mehrere Millionen Dollar einbringen soll. Als der Transport sabotiert wird, wird die Luft dünn für den Counselor. Wer steckt hinter der Sabotage und wer sind die höheren Mächte die nach dem Leben des Counselors und seiner Komplizen trachten?

Was uns da auf der Leinwand gezeigt wird, sind bekannte Bilder. Reiche, furchtbar smarte Bösewichter die mitten in Wüstenlandschaften in Luxus schwelgen. Ästhetisch sind die Bilder allemal, nur leider haben die handelnden Figuren kaum Leben in sich. Scott verkauft uns eindimensionale Klischees. So mimt Michael Fassbender einen seelenlosen, oberflächlichen Businessman und Penelope Cruz seine zauberhafte, jedoch wahnsinnig fade und unscheinbare Verlobte. Auch Brad Pitt zeigt sich gewohnt schleimig als Womanizer mit Cowboyhut, Bart und langen Haaren. Einzig Cameron Diaz überrascht mit einer für sie ungewohnten Rolle: Sie fasziniert auf der Leinwand als durchtriebenes geldgeiles Miststück und sorgt für einige originelle Szenen. Diaz beim Sex mit einer Windschutzscheibe zu sehen ist interessant und verstörend zugleich.

Leider passen diese Figuren so gar nicht zu den Worten die aus ihnen herauswabern. Die Dialoge von Cormac McCarthy sind nämlich vor Allem lang und kompliziert. Viel zu oft schleichen sich unpassende, nicht enden wollende Passagen ein in denen die Figuren einfach mal alles um sich herum sein lassen und nicht aufhören wollen philosophisch miteinander zu plaudern. Die Handlung, die Bilder und die Dialoge gehen einfach keine Symbiose miteinander ein. Der Zuschauer versteht zwar schon, dass der Anfang des Films vor Allem aus Mahnungen vor dem was kommen wird besteht und die zweite Hälfte nur noch strafende Konsequenz für die Taten des Counselors und Co ist. Dennoch kommt man in seinem Kinosessel nicht umhin immer wieder den Faden zu verlieren und sich beim Verlassen des Kinosaals zu fragen, ob man jetzt wirklich Alles verstanden hat. Alle die erst einmal das Gefühl haben zu dumm für den Film zu sein, können beruhigt sein. Denn viel zu verstehen gibt es in dem Film nicht. Das meiste ist leider nur heiße Luft vor abgedroschenen Klischeeszenarien.

Spannung lässt die Dramaturgie zwar keine aufkommen, dafür werden eingefleischte Fans von Blut und Metzelei an mancher Stelle auf ihre Kosten kommen. Besonders oft und gerne wird in „The Counselor“ mit Draht gearbeitet. So führt der Film gegen Ende auch eine ganz neue tödliche Mechanik ein, wie man einem Menschen mittels eines Drahtseils langsam aber effektiv den Kopf vom Körper abtrennt.

The Counselor“ startete am 28.11.2013 in den deutschen Kinos.

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