Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

17 − 15 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Samy Deluxe ist kein Fan vom N-Wort

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Als Ausgangspunkt seines eigenen musikalischen Schaffens beschreibt der Hamburger Rapper Samy Deluxe, dessen Vater aus dem Sudan stammt, musikalische Einflüsse wie die farbige Rap-Formation Public Enemy, die gesellschaftliche Kritik in den USA musikalisch und textlich klar auf den Punkt brachte. Obwohl sich Samy in Deutschland befand und die Grundsituation hier eine andere war als in den Staaten, gab es doch gewisse Parallelen auf emotionaler Ebene. „Ich glaube, deshalb fühlen sich in Deutschland viele Schwarze, aber auch Türken, Kurden oder Marokkaner zum Rap hingezogen. Minderheiten suchen nach Vorbildern, mit denen sie sich identifizieren können“, erklärt Samy.

Der Rapper, der als „Herr Sorge“ auch im Bereich Rock und Pop unterwegs ist, findet es schade, dass farbige Rocker, wie beispielsweise Joachim Deutschland, von der Szene nicht angenommen werden. Samy Deluxe weiter: „Aber ich glaube nicht, dass es einen institutionellen Rassismus gibt, der vorschreibt, dass ein schwarzer Rocker in Deutschland nicht geht. Ich glaube auch nicht, dass Musik nur wegen der Hautfarbe verkauft wird.“

„Beim Einkaufen im Supermarkt habe ich mehr Rassismus erlebt als in der Musikindustrie“, so der Rapper. Ihm hänge das N-Wort sprichwörtlich aus dem Hals. Man hört es heute überall, selbst seine eigenen Fans kommen auf After-Show-Parties auf ihn zu mit den Worten auf den Lippen: „Hey, was geht ab, Nigger?“ Cool ist das definitiv nicht! „Ich sag denen dann meine Meinung, und ein oder zwei Backpfeifen habe ich im Leben auch schon verteilt, an besoffene Spinner, die einen so vollquatschen“, so Deluxe.

Samy findet es schade, wenn Kollegen wie der ebenfalls farbige Rapper B-Tight ein Album mit dem Titel „Neger, Neger“ herausbringen. „Das fand ich unglücklich“, so Deluxe. Er erklärte B-Tight anhand eines Beipiels, was er meinte: „Mein Sohn wusste lange, bis er sechs oder sieben war, überhaupt nicht, was ein Neger ist. Als ich in dem Alter war, hatte man mich bestimmt schon tausendmal „Neger“ genannt. Ich fand es toll, dass mein Sohn zwei Jahre in der Schule war, ohne das Wort „Neger“ auch nur einmal zu hören.“Samy ist klar, dass man solche Wörter nicht komplett verdrängen kann, aber man sollte den Respekt voreinander nicht verlieren. Es sollte nicht zur Selbstverständlichkeit werden, das N-Wort zu verwenden wie in den USA. „Ich finde es nicht notwendig, dieses Wort hierzulande zu benutzen. Das sage ich nicht als Samy Deluxe, sondern als Vater.“

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.