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Hauschka – Live im Funkhaus Berlin

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Es ist immer etwas Besonderes, wenn’s passt. Der große Piano-Präparator und einer von Deutschlands besten Gegenwartskomponisten, Volker BertelmannVolker Bertelmann aka Hauschka, und das denkmalgeschützte, einmalige Funkhaus Berlin: Das konnte ja nur großartig werden.

Der angeblich größte zusammenhängende Studiokomplex der Welt, und bis zur Wiedervereinigung Heimat des Rundfunks der DDR, beherbergt einen Aufnahmesaal zum Mit-der-Zunge-schnalzen. Geschätzte Tausend Seelen lungerten großstadtgerecht auf ihren vier Buchstaben und dem Boden kreisförmig um den mit zwei verkabelten E-Pianos und seinem präparierten Flügel im Tal des Saales befindlichen Hauschka.

Und großstadtgerecht ist das richtige Stichwort. Mehr denn je trat bei diesem Konzertabend zutage, dass Volker Bertelmann längst nicht mehr als klassischer Pianist auftritt. Mehr und mehr wie ein DJ arbeitet er und traktiert seinen verfremdeten Flügel wie eine Rhythmusmaschine, der es Takte und Beats, und nicht Töne und Melodiefolgen zu entlocken gilt.

Zigfach in Interviews bekundet, begreift er sein Piano tatsächlich eher wie ein Drummer sein Schlagzeug. Überall zischt, klickt, klongt und tickt es. Die verwickelte Verkabelung und die Ansammlung elektronischer Effektgeräte neben dem Flügel würde man eher bei einer ordentlich die Amps aufdrehenden Rockband erwarten.

Bertelmann braucht sie alle, um seinen avantgardistischen, dennoch zugänglichen und eben stark beat-lastigen Sound in den atemberaubenden Saal zu befördern.

Dass ein Hauschka-Konzert ansonsten unter immer der gleichen Klammer stattfindet, das jeweils aktuelle Album, gestern also das soeben erschienene, herrliche „What If“, ist nur der Ausgangspunkt für freie Improvisationen, deren Richtung sich erst im Verlauf des Abends herauskristallisiert. Das tat der Wonne jedoch keinen Abbruch.

Hauschkas Klavierexperimente sind eine Wohltat in der deutschen Musiklandschaft. Sie eröffnen neue Horizonte, neue Wege, gewohnte Instrumentierungen neu zu denken. Gestern live im Funkhaus Berlin mit zwei gefeierten Zugaben durfte man sich in einmaliger akustischer Kulisse anderthalb Stunden davon berauschen lassen.

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