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Phoebe Bridgers – That Funny Feeling – Neuer Coversong

Phoebe Bridgers hat ihre Coverversion des Songs “That Funny Feeling” präsentiert.

Nachdem sie den Song bereits mehrmals live spielte, veröffentlichte die Musikerin nun ihre Studioversion des Tracks. Das Original stammt aus dem existenzialistischen Meta-Stand-Up-Special “Inside” des US-amerikanischen Comedians Bo Burnham vom Mai diesen Jahres.

Bridgers’ aktuelles Studioalbum “Punisher” erschien vor zwei Jahren und erzielte in den 2020er Jahrescharts der MusikBlog-Redaktion den zweiten Platz.

Laut MusikBlog-Review zeigt sich der entschleunigte und sphärische Folk-Pop auf dem zweiten Album nicht mehr so tieftraurig wie auf dem 2017er Debütalbum “Stranger In The Alps”: “Und wenn dann doch der Schein des Trübsinns übernimmt, macht sie daraus mehr Kopf- als Bauchmusik.”

Im August brachte die Sängerin ihre Coverversion des Metallica-Songs “Nothing Else Matters” im Rahmen des Tribut-Albums “The Metallica Blacklist” heraus, auf dem zahlreiche Künstler*innen und Bands wie St. Vincent, IDLES und Biffy Clyro die Songs von Metallicas “Black Album” zum 30-jährigen Jubiläum der Platte covern.

Bereits im August hatten Bridgers und Burnham”That Funny Feeling” gemeinsam bei einem Konzert in Los Angeles performt, bei dem das Filmen untersagt war.

Laut der Sängerin gehen alle Einnahmen des Songs an Organisationen für Frauen- und Reproduktionsrechte im US-amerikanischen Bundesstaat Texas, der im Mai seine Abtreibungsgesetze unter großer nationaler und internationaler Kritik massiv verschärfte.

Mit der Protestaktion liefert Bridgers ebenfalls eine Botschaft an den texanischen Gouverneur, der als republikanischer Konservativer für die strengeren Gesetze verantwortlich ist: “Der hier ist für Greg Abbott.”

Für die Musikerin, deren Sinn für Humor gerade in sozialen Netzwerken beliebt ist, ist “That Funny Feeling” ein passender Song zur Neuinterpretation: Er dreht sich mit mal leicht ironischem, mal zynischem Ton um die kleinen und großen Absurditäten der heutigen Welt.

Steigende Meeresspiegel, Promi-Personenkult und vom Turbokapitalismus durchzogene Popkultur: Mehr noch als in Burnhams Original klingt die neue Version von Bridgers getragen, zweifelnd, gar pessimistisch.

Der Grund dafür: Die Sängerin entschleunigt den ohnehin schon langsamen Song und macht mit ihrer weichen, hohen Stimme aus dem einfachen Akustikgitarren-Track eine äußerst zerbrechliche, subtile und herzzerreißende Folk-Nummer.

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