Drea hat vor Kurzem ihre neue Single „Creeps“ inklusive Livesession veröffentlicht. Der Song ist der der Auftakt zu ihrer EP „Sucker For Love And Heartaches“, die 2026 via Vift Records erscheint.
Die neue Single kommt mit einer Melancholie daher, die sich anfühlt wie der Kater nach einer emotionalen Achterbahnfahrt. Drea liefert einen Song, der so ehrlich ist, dass man sich fragt, ob sie heimlich Tagebucheinträge vertont.
„Haven’t slept for weeks / Awake on a couch in the heat“ – die norwegische Künstlerin fängt in „Creeps“ jenen Zustand ein, in dem man zwar funktioniert, aber nur noch auf Autopilot durch die Tage schwebt. Diese Zwischenwelt nach dem emotionalen Kollaps, in der alles gleich aussieht, sich aber komplett anders anfühlt.
Musikalisch markiert der Song einen Richtungswechsel für Drea. Weg vom sanften Bedroom-Pop ihrer Anfänge, hin zu einem Sound, der deutlich mehr Zähne zeigt – düster, direkt und ohne Schnörkel.
Gemeinsam mit Produzent Hans Olav Settem, der schon mit Beharie, Ea Othilde und Simen Mitlid gearbeitet hat, kreiert sie einen Alt-Pop-Song, der glüht wie eine Zigarette in der Dunkelheit: klein, aber intensiv.
„I keep acting like I’m totally fine when I’m not“. Dieser Satz könnte als Untertitel für die Generation Instagram-Filter dienen. Drea fängt die Diskrepanz zwischen Fassade und Innerem ein, ohne ins Dramatische abzurutschen.
Ihre Stimme klingt dabei so nah, als säße sie neben einem auf der Couch und würde flüsternd von schlaflosen Nächten, verschwommenen Straßenlichtern und der verzweifelten Performance erzählen, längst darüber hinweg zu sein.
Als Teil einer neuen nordischen Alt-Pop-Welle verwebt Drea introspektive Texte mit einem modernen, klaren Sound. Mentale Gesundheit, Liebe, Identität – all die Themen, über die man nachts um drei grübelt, finden hier ihren Platz.
Passend zum Release gibt es eine intime Livesession, gefilmt von Martin Borge und Bjørk Ellingsbø. Hier zeigt sich, dass Drea die Ballade mit ihrer Band in etwas Energetisches verwandeln kann. Aus der schlaflosen Couch-Melancholie wird auf der Bühne ein pulsierendes Statement. Manchmal braucht Schmerz eben doch ein bisschen Verstärkung.

