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Laura Veirs – Arc Still Bends – Neue Single

Laura Veirs – Arc Still Bends – Neue Single

Laura Veirs hat gestern ihre neue Single „Arc Still Bends“ veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Temple Songs“, das kommenden Freitag am 14. August via eigenem Label Raven Marching Band erscheint.

Mit „Arc Still Bends“ hat Laura Veirs den dritten Vorboten aus „Temple Songs“ veröffentlicht. Nach „Flying Into Darkness“ und „Pulse“ ist „Arc Still Bends“ der bislang zärtlichste und zugleich zweifelndste Song.

Der Songtitel spielt auf Martin Luther Kings berühmten Satz an, wonach sich der Bogen des moralischen Universums letztlich Richtung Gerechtigkeit biege.

Laura Veirs stellt genau diese Gewissheit im Song infrage: „The arc still bends towards justice, right? / So why am I holding this fucking sign?“ Die Zeile bringt auf den Punkt, worum es geht – man glaubt an den Fortschritt, steht aber trotzdem mit dem Protestschild in der Hand da.

Laura Veirs selbst beschreibt „Arc Still Bends“ deshalb als Song, der „in diesem unbehaglichen Raum zwischen Zweifel und Hoffnung“ sitzt. Trost gibt es trotzdem: Im Refrain wärmen drei Sonnenstrahlen den kalten Boden – und auch klanglich soll dieses Licht durchscheinen, in Form von E-Gitarren-Linien, die sich laut Laura Veirs wie Sonnenschein anhören.

Dass „Temple Songs“ überhaupt existiert, ist fast schon eine kleine Überraschung: Es ist das erste Album seit vier Jahren, das Laura Veirs komplett allein geschrieben, aufgenommen, arrangiert, produziert und eingespielt hat.

Dazwischen lagen eine Hochzeit, vier pubertierende Stiefkinder, eine im Garten selbst gebaute Studiobude, mehr Zeit an der Staffelei und im Unterrichtsraum – kurz: ein Leben, das der Musik erstmal Platz wegnahm, bevor es ihr neue Energie zurückgab. Als Veirs sich entschied, das Album komplett in Eigenregie zu stemmen, kamen die Songs dann wie von selbst.

„Temple Songs“ markiert auch den Auftakt zu einem musikalisch dichten Herbst für die Songwriterin: Schon im kommenden Monat folgt die Zehn-Jahres-Reissue des einstigen Trio-Albums „Case/Lang/Veirs“ von Veirs, Neko Case und K.D. Lang, samt bislang unveröffentlichtem Track „Accidental Tattoo“.

Bevor es aber so weit ist, gibt es erst einmal die Visuals zu „Arc Still Bends“. Das Lyric-Video zum Song wurde von Laura Veirs selbst auf einer Wanderung durch die Columbia Gorge gefilmt. Unterstützt wurde sie dabei von Morgan Luker, geschnitten wurde das Video von Twixx Williams.

Statt Studio-Ästhetik also Naturkulisse für eine musikalische Selbstbefragung – passend zu einem Song, der zwischen Zweifel und Hoffnung pendelt.

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