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Von Wegen Lisbeth – Live beim Kultur.Findet.Stadt., Fulda

Von Wegen Lisbeth – Live beim Kultur.Findet.Stadt., Fulda

Die Menschen, die dem wolkig-grauen Wetter in Fulda entkommen wollten, zog es am gestrigen Freitagabend unweigerlich in den Museumshof, wo Von Wegen Lisbeth ins „Strandbad Eldena“ (so der Titel des aktuellen Albums) einluden, um immerhin in den Köpfen der Fans ein spätsommerliches Gefühl zu generieren. 

Nachdem die Band aus der Hauptstadt im letzten Jahr im Rahmen der „Super Color Tour“ in Wiesbaden gastierte, performte sie diesmal ihr im Dezember erschienenes Album auf der gleichnamigen Sommertour in Fulda.

Während sich der Innenraum langsam füllte, wurde die Zeit bis zum ersten Akkord bei vielen Gästen mit Karten spielen und Aperol überbrückt. Bevor Von Wegen Lisbeth mit „Madame Tussauds“ pünktlich um 21:00 Uhr in den Abend starteten, riss mit Beginn des Support-Sets von Kapa Tult die Wolkendecke auf, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages in den Museumshof zu lassen.

Die Leipziger Band – vom Publikum mindestens genauso unterstützt wie der Hauptact – spielte souverän ihre treibenden Songs und wärmte fleißig die Stimmen des Publikums auf.

Der für den – aus familiären Gründen fehlende – Julian Hölting am Bass eingesprungene Sid (Sidney Werner), der bisher nur bei wenigen Konzerten ausgeholfen hatte und sich ohne Proben dazu bereit erklärt hat, VWL für diesen Auftritt zu unterstützen, fügte sich perfekt in das Gefüge der Indie-Pop-Größen ein. 

Nebst längst in das Standardprogramm aufgenommenen Hits wie „Westkreuz“, „Meine Kneipe“ oder „Sushi“, schmetterten auch die neuen Lieder, die ebenso das Leben in der Metropole beleuchten, aus den Boxen.

Die Mischung aus „uralten, mittelalten und brandneuen Songs“, wie Sänger Matthias Rohde es formulierte, führte vor der Bühne unweigerlich zu winkenden Armen und Handylichtern. Als die Menschen ab der Mitte des Konzerts die Moshpits für sich entdecken, fand sich kaum ein Song, bei dem man keine springenden Personen auf dem Gelände erkennen konnte.

Als die Fans gegen kurz vor 23:00 uhr den Heimweg antraten, lag immer noch Euphorie in der Luft, und das Gefühl, dass der kleine Museumshof eine familiäre Atmosphäre geschaffen hat.

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