August August haben vor Kurzem ihre neue Single „Anfang“ veröffentlicht. Heute ist das dazugehörige Musikvideo erschienen. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Futur 3“, das am 13. November via eigenem selbstbetitelten Label erscheint.
Wer zögert, hat noch nicht verloren – das ist die Haltung, mit der August August ihren neuen Song eröffnen.
Denn „Anfang“ ist kein Song, der den Neustart als heroische Erfolgsgeschichte verkauft, sondern einer, der im Ungefähren verweilt: im Zwischenraum aus Wagnis und Zweifel, aus Aufbruch und dem leisen Verdacht, dass es auch schiefgehen könnte.
Das Hamburger Duo – bestehend aus Kathrin Ost und David Hirst – hat mit diesem Song den Opener für ihr kommendes drittes Album „Futur 3“ geschrieben, und schon im ersten Refrain wird klar: Hier feiert niemand die Gewissheit.
„Die Grenzen stehen fest und du bist nur einen Schritt davon entfernt, zu weit zu gehen und von vorne anzufangen“, heißt es – ein Satz, der so klug wie unbequem ist.
August August interessieren sich nicht für den fertigen Plan, sondern für den Moment davor: für das Straucheln, das Unfertige, den Mut, trotzdem loszugehen.
Auch eine Vision, die noch wackelig auf den Beinen steht, darf ausgesprochen werden – und auch wer nur die halbe Strecke im Kopf hat, muss deshalb nicht schweigen. Perfektion ist in dieser Popwelt keine Voraussetzung fürs Weitermachen.
Musikalisch wird diese Ambivalenz hörbar gemacht – in weit geöffneten Gitarrenflächen zwischen Indie-Rock, Grunge und Dream-Pop, durchzogen von Kathrin Osts markanter, präzise artikulierender Stimme.
Die Produktion stammt erstmals von Peter „Jem“ Seifert, der in seinem Studio in Neuss schon für Bands wie Madsen, Liquido oder Jennifer Rostock hinter den Reglern saß und später mit Udo Lindenberg arbeitete.
Seifert bringt ein feines Gespür für Dynamik und Songdramaturgie mit – genau das, was August August für ihre innere Zerrissenheit zwischen Verletzlichkeit und Vorwärtsdrang brauchen.
Mit „Anfang“ knüpfen August August an ihre vorherige Single „Ich Hoffe Du Weinst“ an und schlagen zugleich ein neues Kapitel auf: eine Zukunft, die nicht versprochen ist, sondern Schritt für Schritt erarbeitet werden muss – gegen alle Sicherheitsbedürfnisse und Gewohnheiten.
Zum Song ist außerdem ein Musikvideo unter der Regie von Gregor Sonnenberg erschienen: nostalgisch inszeniert, wie eine verblassende Erinnerung.
Zu sehen sind Kathrin Ost, die den Song singt, und David Hirst, der mit einem Smiley-Luftballon an der Seite sitzt – fröhliches Requisit, traurige Wirkung. So greift das Video die zerbrechliche Aufbruchsstimmung des Songs auch optisch auf.

