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Euroteuro – Magic

Euroteuro – Magic

Als Der Plan dadaistischen Spaß an Musik hatten, war eine europäische Gemeinschaftswährung noch weit entfernt. Ein paar Jahrzehnte später war Peter T. mit seinem Projekt Euroteuro musikalisch nahe an dem, was dereinst über das Kult-Label Ata Tak veröffentlicht wurde, hat ähnlich gelagerte Klänge mit Synth-Pop und Lo Fi gekreuzt und köchelte damit schon im „Autogrill“ auf Hitflamme, bevor 2018 auf „Volume I“ alle bis dahin veröffentlichten Tracks gebündelt wurden.

Nach zwei weiteren Single-Kollektionen hätten nun die ersten zusammenhängend entstandenen Aufnahmen kaum einen treffenderen Titel bekommen können als „Magic“, denn mit dem Who is Who der österreichischen Indie-Szene – unter anderem Voodoo Jürgens und Soap&Skin – eingespielt, öffnen Peter T. und Katarina Maria Trenk eine Wundertüte, die der Musik des Duos mittweilen einen noctambulen Input verpasst.

Metallisches Geschepper eingangs des Titeltracks klingt, als wäre N.U. Unruh gegen seinen Arbeitstisch gestoßen, das dunkle Timbre des Protagonisten raunt, als würde ein Zauberer seine Show eröffnen – in Moll-Töne verpackt meidet das Stück bis zuletzt das Licht.

„Connection“ donnert über das New-Wave-Gleis, Streicher betupfen den Beat, kommt später Besuch von einem luftigen Klavier und bleiben die Lyrics in ihrer Erzählung vom Loslassen so geheimnisvoll wie die Inhalte, die die Vorveröffentlichung „Favourite“ transportierte.

Mit „Energie“ kommt es zum atmosphärischen Bruch, die Sprache folgt – gesungen wird jetzt auf Deutsch – treffen Euroteuro hier auf den mittelspäten Andreas Dorau, bleiben mit „Pumpe“ auf diesem Kurs, bis ein „Vulkan“ voller Humor eruptiert.

„Federn“ kitzeln profunde Zuneigung heraus, die „Nacht“ schwebt auf Dub-Bässen durch sich selbst, mit „Time“ wendet sich das Klangblatt noch einmal, glitzernder Indie-Pop dreht hier seine Runden unter der Discokugel; lehnt sich später „More“ stilistisch an eine andere Ikone aus dem Wien der 80er an.

Was als leichtes „Schweben“ beginnt, wird im Verlauf mit instrumentaler Wucht zur Flugshow, betankt von einem dark-rockigen Schlagzeug drehen brummige Gitarren Loopings, bevor die Platte mit „Forever“ einen prickelnden Abgang hinlegt.

Viele Worte für ein Album, für das ein einziges reichen würde: Magic.

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