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Penelope Isles – 3

Penelope Isles – 3

Mit „3“ melden sich Penelope Isles nach längerer Pause zurück – und bleiben ihrem verträumten Indie-Sound treu. Was allerdings neu ist: Die Geschwister Jack und Lily Wolter erweitern ihre bisherige Konstellation um Schlagzeuger Joe Taylor. Das Ergebnis klingt trotz Neuzugang weniger nach Neuanfang als nach einer sanften Weiterentwicklung, einem Album, das Nostalgie und Neuanfang vereint.

Die Songs entstanden während eines Surftrips im portugiesischen Lagos und wurden anschließend innerhalb von zehn Tagen auf der Isle of Lewis in Schottland live aufgenommen.

Gitarren, Harmonien und Schlagzeug klingen akustisch und wirken sehr organisch, was dem Album Ruhe, Wärme und Konzept verleiht. Diese simple Nahbarkeit gehört zu den Stärken der Platte: sie wirkt wie eine intime Momentaufnahme der Band aus Brighton.

Thematisch kreist „3“ um Liebe, Verlust, Erinnerung und Vergänglichkeit. „Thinking Seat“ etwa, die erste Single-Auskopplung vom Album, setzt sich thematisch mit dem Nachdenken, dem „overthinking“ auseinander – in der Verbildlichung einer Autofahrt. Pop-Songwriting trifft hier auf den für die Band typischen, soften Indie-Pop.

Besonders interessant klingt „Moonwalker“, das mit wechselnden Taktarten und härteren Gitarren wilder und lebendiger wirkt, und „Pretty In Pixels“, das Dream-Pop mit Synthesizern verbindet – für das britische Trio eher untypisch.

„Embo“ ist als sehr kurzer und reduzierter Song fast wie eine musikalische Momentaufnahme und „You Think You Got A Way With Dogs“ ist das einzige Lied, das mit seiner chaotischeren, beat-lastigen Konzeption etwas aus der Reihe tanzt.

Darin liegt auch eine Schwäche des Albums: Die verträumte, ruhige Grundstimmung bleibt über weite Strecken zu ähnlich. Wo die warme Produktion und die melancholischen Melodien zunächst faszinieren, können sie im Verlauf der zehn Songs etwas vorhersehbar und monoton wirken. Große Überraschungen oder stilistische Brüche bleiben aus.

„3“ ist damit kein spektakulärer Neuanfang, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. Penelope Isles setzen auf Atmosphäre und ein stimmiges Soundbild statt auf musikalische Experimente – manchmal etwas zu vorsichtig, oft aber mit einer angenehmen Brise, die einen beim Zuhören gedanklich ans Meer oder die Küste, die Entstehungsorte der Platte mitnimmt.

Wer sich auf das langsame Tempo einlässt, entdeckt ein Album, das weniger in einzelnen Höhepunkten als im harmonischen Gesamtkonzept aufgeht.

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