Die Eels sind eine diese Bands, von denen man eigentlich nur eine Platte im Regal braucht. Schließlich gibt es mittlerweile mehr als genug Auswahl; „Cookie Happened“ ist das 16. Studioalbum der Band um Kreativchef Mark Oliver Everett.
Welches genau dieses ultimative must-have ist, ließe sich sicherlich per zivilem Streitgespräch klären (und wer nicht „Electro Shock Blues“ wählt, hat nun mal Unrecht). Unumstritten sollte aber sein, dass das erstens zu viele Alben sind, und zweitens niemand dieses auswählen würde.
Für die Vorabsingle „Cap In Hand“ wollte Everett bewusst erschöpft klingen – wie jemand, „der sein Leben vermasselt hat, aber jetzt seine Fehler einsieht und […] versucht Wiedergutmachung zu leisten.“ Nur klingt er dabei nicht viel anders, als auf den restlichen 11 Songs.
„Alles wird in Vergessenheit geraten. Jede Freude, jede Errungenschaft und jede Not wird eines Tages so unbedeutend sein“, erklärt E die ruhige, introspektive, erschöpfte Stimmung der Musik.
Aber ein Funken seiner chaotisch-wohlwollenden, witzigen Art schimmert auch noch immer wieder durch. Der Albumtitel zum Beispiel sei eine Anlehnung an „[den großen Philosophen] unserer Zeit, das Krümelmonster […]: ‘Ich weine nicht, weil der Keks weg ist. Ich lächle, weil es den Keks gab.’“
Nur kann die Band längst nicht mehr mit ihrer eigenen Verschrobenheit mithalten. Statt lustigen bis bizarren, und vor allem interessanten, Songs rieselt es hier ‚unenthusiastische‘ Vignetten. Und die sind so unspannend, dass man nur mit Blick auf die Titelliste sagen kann, wie viele es eigentlich sind.
Schwach verstärkte bis akustische Gitarren und genauso kraftvoller Gesang säuseln so vor sich hin. Welche anderen Instrumente überhaupt vorkommen, wäre nach dem letzten Song „The Way I Was Made“ eine Frage, die nicht einmal der Telefonjoker beantworten kann.
Der Keks liegt schon viel zu lange im Ofen. Vielleicht sollten die Eels mal auf Salziges umsteigen oder – ohne Backmetaphern ausgedrückt – bei Album Nummer 17 überlegen, ob das wirklich nötig ist.

