Ro Bergman – First Cut City Love – Neues Video

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Ro Bergman hat gestern sein Debütalbum „SAUM“ inklusive Hauptsingle und Fokustrack „First Cut City Love“ via Bergman Music veröffentlicht. Zu dem Song gibt es außerdem ein Musikvideo.

Für einen Moment einfach keine Geschichte mehr haben, keine Rolle spielen müssen, nur schweben – genau davon erzählt Ro Bergman in „First Cut City Love“.

Man streift durch eine fremde Stadt, hat Kopfhörer auf, beobachtet die Welt, und plötzlich zählt weder Status noch Erwartung, sondern nur dieser eine, leichte Augenblick.

Der Sänger beschreibt damit den seltenen Zustand, in dem die Vergangenheit ihre Schwere verliert und der Blick sich ganz von selbst nach vorne richtet, ohne dabei ins Kitschige abzudriften.

Musikalisch bleibt sich Ro Bergman treu: atmosphärischer Indie-Rock trifft auf klare Pop-Sensibilität, analoge Klangfarben reiben sich an elektronischen Elementen, und heraus kommt eine Atmosphäre, die treibend und trotzdem angenehm luftig bleibt.

Nach „Start“, „No Mistakes“ und „Skin“ ist „First Cut City Love“ der Song, der die Tür zum Debütalbum „SAUM“ vollends aufstößt und direkt in dessen Klangwelt hineinführt.

Wer bislang nur an der Türschwelle gelauscht hat, darf jetzt eintreten, und wer schon drin war, bekommt noch einmal einen Extraschub Schwung mit auf den Weg.

„SAUM“ selbst beschreibt bekanntlich jene Übergangszone zwischen Tal und Berg, zwischen dem, was hinter einem liegt, und dem, was noch kommt.

„First Cut City Love“ ist dabei so etwas wie die Essenz dieses Zwischenraums in Songform: befreiend, nach vorne gerichtet, ganz im Moment und ganz im Gefühl.

Ro Bergman komprimiert damit ein größeres Album-Thema auf gut drei Minuten Popmusik, ohne dabei plakativ zu werden – eine kleine Kunst für sich, die nicht jedem Songwriter gelingt.

Passend dazu inszeniert Regisseurin Sophia French das Musikvideo zu „First Cut City Love“, gedreht in London, als grobkörniges Schwarz-Weiß-Porträt der Großstadt, das immer wieder auf schnittige High-Fashion-Eleganz trifft.

Straßen, Licht, Bewegung und Reflexionen verschmelzen darin mit der Energie des Songs, London wird dabei nicht bloß zu der Kulisse, sondern zum eigentlichen Erzählraum – eine Stadt, durch die man sich treiben lässt, während für Ro Bergman und seine Hörer*innen etwas Neues beginnt.

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