Die irische Post-Punk-Band The Murder Capital hat mit „Return My Head“ gestern ihren ersten Song dieses Jahr veröffentlicht – die nunmehr vierte Vorauskopplung zum neuen Album, das noch in diesem Monat erscheinen wird.
Manchmal hat man das Gefühl, völlig neben sich zu stehen und eher durch das Leben zu stolpern, als bewusste Entscheidungen zu treffen und Empfindungen zu haben. The Murder Capital mussten diesen Zustand entschieden zu lange ertragen, wie die neue Single der Dubliner verrät.
„Return My Head“ fordert die Gruppe und möchte nach langer Zeit der Frustration endlich wieder an einen mentalen Ort des Friedens und der Stabilität ankommen.
Die Single ist Teil des zweiten Albums von The Murder Capital. „Gigi’s Reovery“ wird am 20. Januar erscheinen und auf das Debütalbum „When I Have Fears“ folgen. Der MusikBlog-Review bewertete die Platte damals so:
„Die fünf Jungs aus Dublin stehen auf der ganz dunklen Seite des Punks. Nicht nur beim ersten Track. Sie halten den Level über ihr ganzes Debütalbum durch. Der Titel der Scheibe „When I Have Fears“ spricht Bände über das emotionale Dasein. „More Is Less“ stampft den richtigen Level Wut in die Düsternis hinein. „Green & Blue“ verlagert sich musikalisch mehr zum klassischen Post-Punk. Unmöglich, dabei nicht an Joy Division und Kollegen erinnert zu werden.“
Vor allem die dunkle, schwüle Stimme von Sänger James McGovern weckt diese Erinnerungen an Ian Curtis und komplettiert den Sound von The Murder Capital zu einem harmonischen Ganzen – eher weg von den vielen neuen Post-Punk-Bands, die besonders im letzten Jahr aufgetaucht sind, sondern eher an den Anfang der 80er-Jahre erinnernd, wo das Genre seine Wurzeln hat.
Im Video zu „Return My Head” steht ein Wohnzimmer mitten in einer Turnhalle – und zwar die der ehemaligen Schule des Bassisten Gabriel Blake, der für das Musikvideo verantwortlich ist. Der Clip drückt die Wirrheit der Thematik perfekt aus und erzeugt bewusst absurde Momente, welche die Forderung „Return My Head“ nur noch verstärken.

