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Bishop Briggs – Bad – Neues Video

Die Singer/Songwriterin Bishop Briggs hat gestern ein Musikvideo zu ihrem Song „Bad“ veröffentlicht, den sie im Rahmen ihrer kürzlich erschienenen EP „When Everything Went Dark“ herausgebracht hatte.

Als Frau in dieser Welt bringt es nichts, nett zu sein. Vielmehr muss man für sich einstehen und für sich selbst kämpfen – zumindest laut der britischen Sängerin Bishop Briggs, die in ihrem neuen Song „Bad“ wohl endgültig genug hat von der anhaltenden Benachteiligung von Frauen und einen feministischen Erwachungsmoment teilt: „Oh brother, stealing what you want to/ Oh brother, thinking the world was made for you“.

„Bad“ ist ein sehr düsterer, mächtiger Song, der eine kathartische, fast schon spirituelle Energie freisetzt – nicht zuletzt durch die kraftvolle Stimme von Bishop Briggs selbst, die in dem Pop-Song mit Alternative- und Elektro-Anleihen von der ersten Sekunde an die Oberhand hat.

Diesen Sound hat die Wahl-Amerikanerin – zumindest auf Albumlänge – zuletzt 2019 in ihrem Werk „Champion“ präsentiert, über das der MusikBlog-Review sagt:

„Bishop Briggs’ Songs von ,Champion‘ funktionieren ebenso alleine wie im Konstrukt des Albums. Die Wahl-Amerikanerin präsentiert nicht nur die Wandelbarkeit ihrer Stimme, sondern zeigt auf ihrem zweiten Album, dass auch ihr Songwriting vielfältig ist.“

Mit dem Video zu „Bad“ dringt die Singer/Songwriterin auch in filmische Gefilde vor und feiert ihr Debüt als Regisseurin. Das daraus entstandene Produkt kommt mit einer starken feministischen Botschaft, welche die Frauen dieser Welt dazu animiert, ja fast schon damit konfrontiert, ihre eigene Stimme zu finden und sich nicht gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu beugen. Auch, wenn dies leichter gesagt als getan ist.

In dem düsteren Clip sehen wir Briggs selbst in einem mysteriösen Gruselhaus, in dem sie – bewaffnet mit einem großen Messer – feministische Kampfparolen in die Wände ritzt. Ihre inneren Kämpfe werden in nachdenklichen Szenen von ihr mit Barbie-Puppen visualisiert sowie mit aufgewühlten Passagen, in denen buchstäblich alles an der Sängerin zerrt, so wie sie auch die im Track beschriebene Frage nach dem Guten oder Bösen in ihr zerreißt.

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