Die Arctic Monkeys haben gestern ihre neue Single „Opening Night“ veröffentlicht. Der Song stammt von dem neuen Benefiz-Sampler „Help(2)“, der am 6. März via War Child Records erscheint. Alle Einnahmen aus dem Release kommen der Organisation War Child UK zugute.
Die Arctic Monkeys lassen sich nicht hetzen – und wenn sie dann endlich zurückkehren, machen sie es auf ihre Weise. Statt eines großen kommerziellen Comebacks nach vier Jahren Pause gibt es „Opening Night“ für den guten Zweck.
Produziert wurde der Track von James Ford, der auch das gesamte Kollaborationsalbum betreute und bereits bei früheren Arctic-Monkeys-Werken seine Finger im Spiel hatte.
Das Besondere: Die Aufnahmen fanden größtenteils innerhalb einer einzigen Woche im November 2025 in den legendären Abbey Road Studios statt. Ein echtes Kraftwerk der Kreativität, bei dem sich spontane Studio-Momente und improvisierte Kollaborationen wie ein roter Faden durchziehen.
Die Band selbst zeigte sich stolz, die „unschätzbar wertvolle Arbeit von War Child“ zu unterstützen, eine Organisation, die Kinder in Kriegsgebieten schützt und ihnen Bildung sowie psychologische Betreuung ermöglicht.
Die Arctic Monkeys sind dabei in illustrer Gesellschaft: Fontaines D.C., Wet Leg, The Last Dinner Party, Olivia Rodrigo, Depeche Mode, Pulp und sogar Smiths-Legende Johnny Marr haben sich für das Projekt zusammengetan.
Damon Albarn ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Marr, Kae Tempest und Fontaines-Frontmann Grian Chatten an einem Song zu werkeln. Olivia Rodrigo coverte mit Graham Coxon The Magnetic Fields‚ „The Book Of Love“, eine Kombination, die man sich vorher wohl kaum hätte erträumen können.
Das Album orientiert sich am legendären Vorgänger von 1995, der damals von Brian Eno kuratiert wurde und mit Oasis, Blur, Radiohead und Portishead über 1,25 Millionen Pfund einspielte.
Drei Jahrzehnte später hat sich die Situation für Kinder in Konfliktgebieten dramatisch verschärft: Waren 1995 etwa zehn Prozent der Kinder weltweit von Krieg betroffen, sind es heute fast doppelt so viele – 520 Millionen.
Die Arctic Monkeys haben ihre Verbundenheit mit War Child bereits mehrfach unter Beweis gestellt, etwa 2018 mit einer denkwürdigen Show in der Royal Albert Hall.
Zu ihrem letzten Album „The Car“ von 2022 schrieb MusikBlog im Review, dass die Band sich „von allen Erwartungen gelöst und den zehn Songs auf ihrer neuen Platte die Freiheit gegeben haben, sich unbegrenzt in alle möglichen Richtungen zu entwickeln“.
Nun zeigt „Opening Night“, dass Alex Turner und seine Truppe auch nach vier Jahren nichts von ihrer Relevanz eingebüßt haben. Die Rückkehr im Dienste des guten Zwecks war jedenfalls die Warterei wert.

