Ibeyi haben gestern ihre neue Single „Aset“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Offering“, das am 26. Juni via eigenem Label IBEYI Records erscheint.
Getrennte Wohnorte, geteilte Erinnerungen – und jetzt ein gemeinsames Comeback: Ibeyi, das französisch-kubanische Zwillingsduo Lisa-Kaindé und Naomi Diaz, kehren mit der Single „Aset“ und ihrem vierten Album zurück, als hätten sie nie aufgehört.
Dabei war es gar nicht selbstverständlich, dass Lisa-Kaindé und Naomi Diaz überhaupt wieder zusammenfinden würden. In den vergangenen Jahren lebten die Zwillingsschwestern getrennt, in verschiedenen Städten und verschiedenen Welten.
Doch für „Offering“ – ihr erstes Album als unabhängige Künstlerinnen – kamen sie wieder zusammen. Und man hört, dass diese Auszeit nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen ist.
Hatten frühere Werke von Ibeyi noch stark auf das klassische Zusammenspiel von Stimme, Perkussion und Klavier gesetzt – so etwa auf dem 2022er Album „Spell 31“, das laut MusikBlog-Review mit „hallenden Beats (…), hintergründigen Flächen und dem perfekt harmonierenden Gesang der beiden Frauen“ überzeugte –, so klingt „Aset“ nun nach einem echten Neuanfang.
Der Song, benannt nach und inspiriert von der ägyptischen Göttin Isis, ist ein meditatives, sinnliches Klangbild: Wellenartige Perkussion trifft auf sanfte Synthie-Töne, das Ganze schwebt durch den Raum wie ein träger Sommernachmittag – aber mit Tiefgang.
Produziert haben Ibeyi den Track gemeinsam mit dem haitianischen Produzenten Michaël Brun, der wie die Schwestern karibische Traditionen mit zeitgenössischen Sounds verbindet.
Die Künstlerinnen selbst schreiben dazu: „Wir wollten mit Asets Stimme und Selbstbewusstsein zu euch zurückkommen. Wir wollten mit Naomis Tanz und dem Klang der Trommeln zu euch zurückkommen. Wir wollten zu euch zurückkommen. Aber zuerst mussten wir nach Hause.“ Das klingt nach mehr als einer Rückkehr – es klingt nach Ankunft.
Zum Song gibt es auch ein Video: Regisseure und Produzenten Corry Van Rhijn und Roman Pichon Herrera haben es vor Ort in Havanna gedreht und zeigen eine sich langsam aufheizende Hausparty: Musik, Schweiß und Lebensfreude quer durch alle Altersgruppen. Visuell berauschend und wie eine gut gemischte Playlist: Man will nicht, dass es aufhört.

