Grandbrothers haben gestern zusammen mit Coma den neuen Remix „Liminal – COMA Rework“ veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Elsewhere – Remixes And Reworks“, einem Remix-Album ihres 2025er Werks „Elsewhere“, das am 11. November über das bandeigene Label _and_others erscheint.
Dass ausgerechnet Coma sich des Stücks angenommen haben, ergibt beim zweiten Hinhören durchaus Sinn: Die beiden Kölner Musiker und die beiden Grandbrothers kennen sich schon lange.
Kennengelernt hat man sich Ende 2021 auf gemeinsamer Tour, und Grandbrothers erinnern sich noch heute gern an diese Zeit.
Georg und Marius seien nicht nur großartige Produzenten und Musiker, sondern „witzige, herzliche und einfach coole Leute, mit denen man gerne Zeit verbringt“, lassen Grandbrothers wissen – aus der Tour-Bekanntschaft ist längst eine handfeste Freundschaft geworden.
Das zahlt sich jetzt aus – zumindest für alle, die gern hören, wie ein und derselbe Song plötzlich in völlig neuem Licht dasteht. Aus dem ursprünglich eher kühlen, klavierlastigen „Liminal“ machen Coma ein warmes, fast schon poppiges Kleinod.
Eigens für das Rework geschriebene Vocals verschieben den Fokus des Tracks, dazu kommen satte Synthesizer-Flächen und die melodische Handschrift, die man von Marius Bubat und Georg Conrad seit Jahren kennt.
Herausgekommen ist etwas, das trotz aller Vertrautheit unverkennbar nach Coma klingt – nostalgisch, intim, mit einem Schuss Direktheit, wie man sie von den City-Slang-Veröffentlichungen des Duos kennt.
Damit reiht sich „Liminal“ in der Coma-Version nahtlos in „Elsewhere – Remixes And Reworks“ ein, das neue Werk, mit dem Grandbrothers ihr 2025er Album noch einmal neu aufmischen lassen – von Künstler*innen, die sie über die Jahre begleitet oder inspiriert haben.
Nach der Max-Cooper-Version von „Fable“ ist der Coma-Beitrag nun schon die zweite Station auf diesem Weg. Beide zeigen, wie unterschiedlich sich das Ausgangsmaterial von Grandbrothers verändern lässt, ohne dabei seine Substanz zu verlieren.
Kein Wunder, wenn man sich erinnert, wie das Original im MusikBlog-Review beschrieben wurde: „Ein Balanceakt zwischen Struktur und Freiheit, zwischen Klassik und Club, zwischen Intimität und Weite.“ Genau dieser Spagat macht „Elsewhere“ offenbar so anschlussfähig für Remixe.
Bis zum Release des Albums dürfen sich Fans von Grandbrothers und Coma an „Liminal – COMA Rework“ festhören – als kleiner Vorgeschmack darauf, wie viele Gesichter ein einziges Album haben kann, wenn man es den richtigen Leuten in die Hand gibt.

