Das Schicksal muss kein mieser Verräter sein. Denkt sich zumindest Charli XCX, das rabenhaarige Elektro-Pop-Girl aus Groß-Britania. Nachdem das von ihr geschriebene und gemeinsam mit Icona Pop geträllerte „I Love It“ 2012 die internationalen Charts aufmischte, macht ihre neue eigene Single „Boom Clap“ jetzt so richtig den Verkaufi. XXL-style. Seit fünf Wochen tummelt sich der Song zur großen Teenage-Krankheits-Romanze „The Fault In Our Stars – Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ in den Top Ten der us-amerikanischen iTunes Charts. Retro Chic ahoi! In den Billboard Charts hat das Teil immerhin Platz 25 geknackt. Und „Boom Clap“ befindet sich weiter auf dem Vormarsch.
Wahrscheinlich hat der Anstupser als MTV Push Act des Monats Juli auch nicht gerade geschadet. Jedenfalls klopft diese Woche das heutige Äquivalent zur guten alten goldenen Schallplatte bei „Boom Clap“ an die Tür. Die Veröffentlichung des Tracks in fühl- und anfassbarer Form steht zum 15.8. ins Haus. Eine Remix-EP ist in der Mache. Das Stück wird außerdem auf dem neuen Studioalbum der 21jährigen zu finden sein, an dem gerade gearbeitet wird.
Somit könnte man meinen, die Damen und Herren der Indie-Plattform Pitchfork.com hatten womöglich recht, als sie nach Charli XCXs hochgelobtem Debutalbum „True Romance“ (immerhin 8,3 von möglichen 10 Pünktchen) anno 2013 vollmundig prophezeiten, dass es sich lohnen würde, die Karriere der jungen Dame weiter zu verfolgen. Ob es tatsächlich stimmt, dass Charli XCX laut Buzzfeed der „größte Pop-Star der Welt in der Warteschleife“ sei, werden andere, weisere Leute wissenschaftlich zu beweisen haben.
Bevor wir es vergessen: Zusammen mit US-Rapperin Iggy Azalea druckst sich Charli XCX auch noch seit sagenhaften 6 Wochen mit „Fancy“ (Achtung! Explizite Texte!) an der Spitze der Billboard Charts herum. Und zwar nicht nur in ihrer Funktion als Songschreiberin. Sondern ebenfallls als „featured artist“. Will sagen: Sie hüpft und jodelt gemeinsam mit Miss Azalea durch Song und Video. Haben die denn nix anderes zu tun, als Hits zu produzieren? Was soll bloß aus denen werden?
Hier macht es „Boom“ und „Clap“:
http://vimeo.com/97809737
Quelle: Katrin Brauer
