Website-Icon MusikBlog

Madonna – Confessions II

Die Geschichte der Queen of Pop geht weiter. Nach sieben Jahren, in denen ihre Fans vergeblich auf neues Material hofften, erscheint nun mit „Confessions II“ Madonnas 15. Studioalbum. Es ist die Fortsetzung von „Confessions On A Dancefloor“ aus dem Jahr 2005.

Die Platte startet verhalten. Während der ersten Takte des Openers „I Feel So Free“ glaubt man, vor einer verschlossenen Tür zu stehen. Da ist ein sphärisches Rauschen zu vernehmen und das bedrohliche Grollen synthetischer Bässe. Ob wir da hineinkommen? Mit dem Erklingen von Madonnas Stimme („thanks for coming“) wird deutlich, dass nur Einlass erhält, wer sich der Fahrt aufnehmenden Rhythmusmaschine ergibt.

Zu bewähren hat sich das neue Album auf der Tanzfläche – so viel glauben wir, dem Sprechgesang der Pop-Ikone entnehmen zu können. Dass Popmusik etwas Körperliches ist, ist aus Madonnas Werk vielfach überliefert. Doch während der ideelle Vorgänger von 2005 mit „Hung Up“ oder „Jump“ noch deutlich euphorischer und heller erklang, herrscht in „Confessions II“ eine dunklere Grundstimmung.

Diese grundiert etwa das starke Feauture mit Stromae („My Sins Are My Savior“) oder das hektisch oszillierende „One Step Away“, das bewusst auf radiotaugliche Hooks verzichtet. Seine Kraft zieht der Song aus mantraartigen Wiederholungen, die uns schon bald in Trance versetzen.

Schmiegsamer erklingt schließlich das als Zwiegespräch mit Sabrina Carpenter inszenierte „Bring Your Love“. Die beiden Popstars bieten Mansplainern und allen anderen Meinungsmachern die Stirn. Jetzt sprechen wir, ist die eindrückliche Aussage.

Die Anbindung an „Confessions On A Dancefloor“ manifestiert sich auch in der Person Stuart Price, den Madonna auch für den neusten Baustein ihres Oeuvres als Co-Produzenten erwählte. Ihm ist zu verdanken, dass die neuen Songs in einem Wechselspiel von Eingängigkeit und Komplexität faszinieren.

Hatte Madonna auf „Madame X“ noch einen wilden Ritt durch diverse Genres vollzogen, ist „Confessions II“ ein konzentriertes Dance-Pop-Album. Einmal eingetaucht, fällt es schwer sich dem Sog dieser fast 64 Minuten dauernden Party zu entziehen.

Die mobile Version verlassen