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Madonna – Madame X

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Wieso eigentlich dieser Spott nach der ESC-Performance von Madonna? Eine begnadete Sängerin war sie nie und ihre Stimme nicht so golden, um als Referenz für einen signifikanten Leistungsabfall zu dienen.

Die Reaktion auf ihren Auftritt in Israel war letztlich auch egal, das Event war sie selbst, genau wie die bloße Ankündigung ihres 14. Studioalbums bereits marktwirksam griff, bevor auch nur ein Ton davon zu hören war.

Madonna, deren Karriereende mindestens so oft herbei orakelt wurde, wie Aufsätze über sie verfasst wurden, wird sich darauf wieder einmal neu erfunden haben, jedenfalls wird ihre Selbstreflexion nur diesen Schluss zulassen.

Zu diesen Zweck ist sie unter dem Tarnkappen-Namen „Madame X“ unterwegs, die wahlweise als Klassenkämpferin, Heilige, Verruchte oder in weiteren Metamorphosen in Erscheinung tritt, die an der einen Stelle „Democracy“ einfordert, woanders für entrechtete Randgruppen singt.

„One two cha cha cha“: die mit dem bereits bekannten „Medellín“ avisierte Drift in die Welt der Latino-Rhythmen bleibt album-übergreifend aus. Vielmehr ist es wieder ein Mix aus dem Sound-Input von ihrer neuen Part-Time Home-Base Lissabon, Orgeln, Gospel, Samba und Akkordeon, was mehr oder weniger überaschend kombiniert wird.

Auf ein Schlachtschiff in Form eines „Hung Up“ wird verzichtet, dafür gibt es mit „Dark Ballet“ eine theatergleiche Performance, in der sich schleppender Beat, Klavierkonzert und Tschaikowski -Improvisation paaren, vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen, aber die umfassende Wandlungsfähigkeit der sich im siebten Lebensjahrzehnt Befindlichen komprimiert zum Ausdruck bringend.

Die wiederholten Autotune-Spielchen sind etwas nervig und haben die Stampfer „God Control“ oder „Future“ eigentlich auch nicht nötig. Denn hier in ihrem Stamm-Habitat Dancefloor, klingt Madonna am besten.

Ob dabei R’n’B-affin oder mit Vintage-Charme: Trends setzt sie nicht mehr, aber selbst wenn die schnelllebige Pop-Musik inzwischen auf ihren Einfluss pfeift: Mithalten kann sie locker.

Allerdings ist „Madame X“ sicher nicht das Album, was im Zusammenhang mit ihr zuerst genannt werden wird.

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