
Da aber in erster Linie der Sound überzeugen muss, war es umso spannender wie dieser nach knapp 3-jähriger Abstinenz ausfallen würde. Immerhin verkaufte das Popsternchen um die Jahrtausendwende rum knapp 20-25 Millionen Einheiten ihrer Alben, ihr letztes erreichte gerade noch so ein Zehntel. „Work Bitch“ kann zwar trotz der recht monotonen und auch unspektakulären Untermalung unterhalten, gute Musik ist das aber deshalb noch lange nicht.
Während die eigentlich beide sehr vielversprechenden Features mit T.I., sowie will.i.am eher in der Bedeutungslosigkeit versinken, kann „Til It’s Gone“ die Gemüter erstaunlich simpel wieder aufheitern. Trotz der Einfachheit des Titels schafft dieser den Transfer vom Song zum Floorfiller. Letzteres scheint bei „Britney Jean“ sowieso an erster Stelle zu stehen: Nämlich zwischen Größen wie Lady Gaga, Kesha und Miley Cyrus zu bestehen und Clubhits zu schaffen. Dementsprechend synthetisch und steril ist das Soundbild und „Chilln‘ With You“, in Zusammenarbeit mit Jamie Lynn entstanden, wirkt dagegen wie eine Ausnahme und hat die Portion Eigenständigkeit, die das gesamte Album vertragen hätte.
Einen kleinen Funken Erinnerung an vergangene Tage erhascht man bei dem Song „Brightest Morning Star“, der zweifelsohne nochmal die grandiose Stimme von Britney Spears darlegt, die – nebenbei gesagt – wesentlich mehr Charme hat, als der krampfhafte Versuch, den aktuellen Popstars und deren Clubsound nachzustellen. Beweisen braucht Britney ohnehin niemandem mehr Etwas.