Buck Meek hat heute seine neue Single „Gasoline“ inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song stammt von seinem neuen Album „The Mirror“, das am 27. Februar via 4AD erscheint.

Buck Meek hat offenbar keine Angst vor großen Gefühlen: Der Gitarrist von Big Thief legt sein fünftes Soloalbum vor und schickt mit „Gasoline“ eine erste Kostprobe voraus, die zeigt, wohin die Reise geht. Nämlich in jenen diffusen Raum zwischen Worten und Wahrheit, zwischen dem, was wir sagen, und dem, was wir eigentlich meinen.

Buck Meek macht auf dem neuen Werk „The Mirror“ das, was er am besten kann: Er nimmt das Alltägliche auseinander und findet darin kleine Wunder – oder zumindest interessante Scherben.

Die Liebe steht dabei im Zentrum, allerdings weniger als triumphales Gefühl, sondern eher als Spiegelbild dessen, was hätte sein können. Oder mal war. Oder vielleicht auch nie existierte, wer weiß das schon so genau?

„Making words up while we made love / one month and she’s in my blood“, singt er auf dem neuen Track „Gasoline“ und fasst damit zusammen, wie schnell Intimität und Abhängigkeit ineinander verschwimmen können.

Produziert hat das neue Album erneut James Krivchenia, Meeks langjähriger Weggefährte bei Big Thief. Gemeinsam haben sie im hauseigenen Studio Ringo Bingo in Los Angeles gewerkelt.

Dort ließen sie den Songs beim Entstehen Raum zum Atmen, statt sie schon im Vorfeld tot zu schreiben. Das Ergebnis verbindet die rohe Live-Energie von Meeks Band mit elektronischen Klanglandschaften, die an sein vorheriges Album „Haunted Mountain“ von 2023 anknüpfen, das laut MusikBlog-Review bereits mit „sehnsuchtsvollen Americana- und Folk-Klängen“ spielte.

Wer auf dem neuen Album alles mitmischt, liest sich wie ein Who’s Who der amerikanischen Indie-Szene: Adrianne Lenker singt mit, Jolie Holland ebenso, Mary Lattimore bringt ihre Harfe vorbei, Alex Somers steuert Synthesizer bei.

Sogar vier verschiedene Schlagzeuger*innen sorgen für dynamische Vielfalt. Das Ganze wird getragen von mehrstimmigen Chören und der Präsenz von Buck Meeks Bruder Dylan, der in verschiedenen Rollen auftaucht. Ein familiäres Unterfangen also, bei dem die Grenzen zwischen Musiker*innen und Freund*innen verschwimmen.

Das Musikvideo zu „Gasoline“ unterstreicht die unruhige Energie des Songs: Regisseur Noel Paul taucht die Band in warmes, goldenes Licht, während eine wackelige Kamera die hektischen Bewegungen der Musiker einfängt.

Die rastlose Stimmung des Tracks wird so visuell übersetzt – ein passender Auftakt für ein Album, das sich mehr mit Fragen als mit Antworten beschäftigt.

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