Pina Palau hat heute ihre neue Single „Euphoria“ veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „You Better Get Used To It“, das am 27. Februar 2026 via Mouthwatering Records erscheint.

Die neue Single führt Pina Palau in ungewohnt ruhige Gewässer – und zeigt eine völlig andere Seite der Künstlerin. Nach den eher aufgedrehten Vorgängern präsentiert sich die Songwriterin verletzlich, nachdenklich und so intim, als würde sie direkt ins Ohr flüstern.

„Ich habe Euphoria geschrieben, nachdem ich von einer langen Reise zurückkam“, erzählt Pina Palau. „Ich ging mit dem Gefühl los, dass sich alles verändern würde – aber als ich zurückkam, war alles noch genau so, wie ich es verlassen hatte.“

Dieser emotionale Raum zwischen Aufbruch und Ankunft durchzieht den gesamten Song wie ein roter Faden. Die Künstlerin, die ursprünglich Psychiaterin werden wollte, übersetzt solche psychologischen Nuancen mit enormer Treffsicherheit in Musik.

Musikalisch reduziert sich „Euphoria“ auf das Wesentliche: eine einzelne Akustikgitarre, schwebende Pedal-Steel-Klänge und Pina Palaus Stimme, die klingt wie ein gut gehütetes Geheimnis. Das Resultat ist eine Art verträumter Soundtrack für alle, die schon mal den Koffer wochenlang unausgepackt stehen ließen – nicht aus Faulheit, sondern weil das Auspacken das endgültige Ende einer schönen Zeit bedeutet hätte.

Nach der augenzwinkernden Single „Outdoor Guy“ und der gesellschaftskritischen Schärfe von „Letter To The Editor“ unterstreicht Pina Palau erneut ihre stilistische Vielseitigkeit. Seit ihrem Debütalbum „Illusion“ (2022) und der Hitsingle „Jupi“ (über 1,6 Millionen Streams) hat sie sich einen festen Platz in der europäischen Indie-Szene erspielt.

Ihre Zusammenarbeit mit Künstler*innen wie Courtney Barnett, BEACHPEOPLE oder King Hannah sowie Auftritte beim Montreux Jazz Festival und Reeperbahn Festival dokumentieren ihren Weg.

Das kommende dritte Album „You Better Get Used To It“ verspricht eine spannende Mischung aus folkigen Gitarrenpickings, verzerrten Riffs und trockenen Drumbeats. Inspirationen von Adrienne Lenker, Julia Jacklin oder MJ Lenderman verschmelzen zu einem unverkennbar eigenen Sound.

„Euphoria“ gelingt als stimmige Momentaufnahme jener seltsamen Melancholie, die entsteht, wenn das echte Leben auf Reiseerinnerungen trifft. Der Track zeigt eindrucksvoll, wie kraftvoll Intimität und Reduktion wirken können.

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