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Thees Uhlmann – Thees Uhlmann

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Was war vor und nach dem Erscheinen von Thees Uhlmann`s erstem Solo Album nicht schon alles darüber zu lesen. Parallelen von Bruce Springsteen bis John Cougar Mellencamp wurden bemüht. Eine Rezension identifizierte als Problem der Platte, dass seine Musik zu sehr im Kopf entsteht, weniger aus dem Bauch heraus. Selbst in das Foto auf dem Album Cover wurde eine Pose vom Boss der E–Street Band hinein interpretiert. Als hätte man Thees Uhlmann noch nie mit Gitarre über der Schulter und Lederjacke gesehen.

Nein. Es ist ein Album wie man es vom ehemaligen Tomte Frontmann erwarten konnte. In Sachen Songschreiben befand er sich zusammen mit seiner Ex–Band schon lange auf Augenhöhe mit dem Who is Who des deutschsprachigen Diskurs-Pop um Blumfeld, Tocotronic und Kante. Und obwohl der Kopf des Grand Hotel van Cleef Labels, der inzwischen wieder die Liebe zum Leben auf dem Land entdeckt hat, in einem Interview erklärte, dass die Art der jetzt veröffentlichen Songs zusammen mit Tomte nicht funktioniert hätte, knüpfen die Stücke der Platte an deren glänzende Alben „Hinter all diesen Fenstern“ und „Buchstaben über der Stadt“ an.

Als verkopft konnte man Thees Uhlmanns Musik seit jeher bezeichnen. Schon beim Opener „Zum Laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf“ darf wieder nach Herzenslust um die Ecke gedacht werden und eine Zeile wie „Dein Herz ist wie eine Berliner Synagoge, es wird Tag und Nacht bewacht“ aus „17 Worte“ stammt unverkennbar aus seiner Feder. Das Bekenntnis zu seiner Heimat in „LAT 53.7 LON 0.11667“, die Hommage an die Liebe „Römer am Ende Roms“, die Schönheit der Chance in „Das Mädchen von Kasse 2″ – alles ist sprachlich ausgefeilt und garantiert pathosfrei. Casper mit seinen Gastvocals in „Jay – Z singt uns ein Lied“ und ein vor Verliebtheit strotzendes „Paris im Herbst“ sorgen für weitere Höhepunkte. Instrumentiert wurde das Album sachlich. Gitarren, Bass, Schlagzeug, ein Piano, welches schon einmal den ganzen Song tragen darf, bilden das Gerüst um welches auch nur sehr dezent andere Soundvarianten platziert werden. Vielleicht ist es genau dieses Understatement, die das Album zu einem Guten gemacht hat.

Thees Uhlmann macht Musik aus dem Kopf für den Kopf. Wer Bauchmusik möchte, greife im Plattenregal lieber nach SEEED. Die sind inhaltlich zwar selten höher Niveau Teppichkante – aber die Musik kommt garantiert aus dem Bauch. Und apropos Plattenregal: Es reicht völlig aus, die Standard Version des Albums zu kaufen. Die limitierte Auflage enthält lediglich einen bisher nicht veröffentlichen Song sowie je einen Albumtitel in Englisch bzw. Französisch und lohnt damit die Mehrkosten nicht.

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