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Soulsavers – The Light The Dead See

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Ebenso melancholisch wie Mark Lanegans „Blues Funeral“ und im Klang gar nicht so weit von seiner Musik entfernt kommt das neue Soulsavers Album „The Light The Dead See“ daher. Auf den letzten beiden Platten des britischen Produzenten-Duos („Broken“ aus dem Jahr 2009 und „It’s Not How Far You Fall, It’s the Way You Land“ von 2007) hat ja im Wesentlichen Mark Lanegan die Vocals beigesteuert, daher ist der im Tenor ähnliche Klang nicht überraschend. Als die Soulsavers nach dem letzten Album gemeinsam mit Mark Lanegan als Vorband von Depeche Mode tourte, vermutlich eingefädelt durch das gemeinsame Label Mute, hat sich daraus eine Zusammenarbeit mit Depeche Mode Sänger Dave Gahan ergeben. Das Ergebnis ist nun auf „The Light The Dead See“ zu hören.

Gahan ist bereits seit 2003 neben Depeche Mode auch als Solokünstler unterwegs. Sein erster Longplayer „Paper Monsters“, veröffentlicht 2003, bietet entspannte Popmusik mit auch einigen ruhigeren, leicht mystisch angehauchten Songs. Der Nachfolger „Hourglass“ von 2007 ließ zwar teilweise auch wieder etwas elektronischere Töne hören, zeigte aber auch hymnische Klänge sowie außerdem nachdenkliche Texte, die Gahan’s starke Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit, Deutung und letztlich wohl auch einer Art Erlösung zeigen. Diese Sehnsucht kommt nicht von ungefähr, vermutlich haben die zahlreichen Nah-Tod-Erfahrungen aus der Zeit seines recht heftigen Drogenkonsums dazu beigetragen.

Dies zeigt sich auch auf diesem Soulsavers Album wieder. Gahan’s gesangliche Präsenz ist enorm beeindruckend und die Lieder scheinen ihm perfekt auf die Seele geschneidert. In diesem Sinne ist „The Light The Dead See“ nicht nur die bis dato beste Soulsavers Schreibe, sondern auch das mit Abstand beste Dave Gahan Album. Titel wie „In The Morning“ oder „Longest Day“ sind geeignet, auch den weniger spirituellen Hörer an der Seele zu packen. Da muss (und darf) man fast ein bisschen vor Rührung weinen.

Die Kombination aus Gahan’s teils suchendem, fragendem und teils verzweifeltem, inbrünstigem Gesang und des melancholie-perfektionierten Songwritings macht „The Light The Dead See“ zu einem Höhepunkt des bisherigen Musikjahres 2012. Wer sich darauf einlässt, den lässt die Platte so schnell nicht wieder los. Man beginnt zu ahnen, dass es wohl hauptsächlich Dave Gahan und seine Art, in bestimmten Momenten zu singen, war, was die Massen in den 80er und 90er Jahren in Scharen in den Depeche Mode Bann gezogen hat.

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