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Garbage – Not Your Kind Of People

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Wenn eine Band, nachdem sie mehrere Jahre in der Versenkung verschwunden war, ein Album veröffentlicht, ist das generell mit Vorsicht zu genießen, selbst dann, wenn die Band nicht offiziell getrennt war. Meistens klingen die Platten dann so, als ob ein bis mehrere Mitglieder der Kapelle die Raten für das Reihenhaus nicht mehr bezahlen können und deshalb die alten Kumpels aus den wilden Tagen zum Leben erwecken. Als abschreckende Beispiele für das laufende Kalenderjahr stehen bereits die Veröffentlichungen von The Cult und PiL (wer auf Johnny Rotten steht, sollte sich lieber seinen Gastauftritt in dem aktuell im gut sortierten Kino laufenden Film „Sons of Norway“ ansehen)  zur Verfügung.

Was sollte sich also bei Garbage unterscheiden, schließlich hat niemand sehnsüchtig auf ein neues Album der schottisch – amerikanischen Combo gewartet. Prinzipiell nichts. Aber in dieser Band singt eben Shirley Manson. Und betrachtet man das Bandfoto auf der Rückseite des Plattencovers, vermutet man hinter ihren drei musikalischen Mitstreitern inzwischen die Betreiber einer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis die ab und zu heimlich kiffen. Ihre Sängerin aber sieht immer noch aus wie das Pin Up Poster Girl des 90 ér Alternative Rock.

Wenn man den Stampf Beat des Einsteigers „Automatic Systematic Habit“ überstanden hat, lassen die folgenden Stücke „Big Bright World“ und „Blood For Poppies“ keinen Zweifel: Garbage wollen keine Experimente und spielen sich in erster Linie selbst. Die Songs klingen wie die Version 3.0 der zweiten Platte der Band. Der Mix aus gängigen Gitarrenriffs („Battle in me“) und Elektronikspielchen („I Hate Love“) ist  aber durchweg geeignet, um  im Vorhof der Hölle, Indie-Disco genannt, für Gedränge auf dem Tanz Flur zu sorgen.

Einzig das Titelstück der Platte klingt angenehm unvorhersehbar. Shirley Manson’s Stimme ist präsent wie in besten Tagen und in ruhigeren Stücken wie „Sugar“ darf sie auch deren Variationsfähigkeit unter Beweis stellen. Selbst den Rausschmeißer „Beloved Freak“ , eine schöne Schnulze mit einem äußerst seltsamen Choreinsatz, bringt sie glaubwürdig an den Mann bzw. die Frau.

Die 4 Bonus Tracks der Deluxe Version haben insgesamt für das Album keinen Mehrwert. Trotzdem: Solide Platte, auch wenn die Fassade bröckelt und alles überholt wirkt. Außer Shirley Manson natürlich.

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