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MGMT – Mgmt

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MGMT haben ihr drittes Album mit dem sehr kreativen Titel „MGMT“ am Freitag, den 13. September veröffentlicht. Sie scheinen nicht abergläubisch zu sein. Oder vielleicht wissen sie auch einfach, dass ihr neues Album auf jeden Fall besser ankommt als ihr vorheriges. Das ist allerdings auch nicht sonderlich schwer.

„Congratulations“ floppt

2010 hat die Band ihr zweites Album „Congratulations“ herausgebracht, das nicht nur bei ihrem Label Sony Music eher kritisch aufgenommen wurde. Bei einem Auftritt in Manchester schmiss ein verärgerter Fan gegen Ende des Konzerts eine Flasche auf die Bühne, die mit Urin gefüllt war. Die Flasche traf den Drummer Will Berman genau in den Bauch. Der floh so schnell von der Bühne, dass nicht mal seine Bandkollegen wussten, was los war. Sie mussten den Gig ohne ihren Drummer beenden.

Im Nachhinein haben die Jungs selbst eingesehen, dass der Misserfolg von „Congratulations“ auch daran gelegen haben könnte, dass sie zu zynisch waren. Die Platte ist direkt im Anschluss an ihre erste Tour entstanden, und die hat bei MGMT einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. „Die Leute“, sagt der Sänger und Bandmitbegründer Andrew VanWyngarden, „haben  nach dem Debüt „Oracular Spectacular“ eine feste Vorstellung von der Band gehabt – die MGMT mit ihrem zweiten Release nicht erfüllen konnten und wollten.“ Die negativen Kritiken und den Misserfolg des zweiten Albums nimmt die Band sich nicht zu herzen. Kommerzieller Erfolg sei nicht der Grund für sie, Musik zu machen. Schaut man sich die Geschichte von MGMT an, dann stimmt die Aussage sogar – jedenfalls mehr als bei anderen Bands, deren Album floppt.

Das Ziel: Aus jedem Genre das Schlechteste rauszuholen

Angefangen hat alles auf der Wesleyan University in Connecticut. Dort haben sich die beiden Gründungsmitglieder Ben Goldwasser und Andrew VanWyngarden beim Studium der experimentellen Musik kennengelernt und gemeinsam erste kurze Performance-Auftritte vor studentischem Publikum organisiert. Sie spielten sich durch verschiedene Genres, um herauszufinden, wie man es schafft, besonders schlechte Musik zu machen. Und genau damit hatten sie Erfolg. Sony nahm MGMT unter Vertrag und gemeinsam mit Produzent Dave Fridmann veröffentlichten sie 2008 ihr Debütalbum „Oracular Spectacular“.

Der bekannteste Song von dem Album „Oracular Spectacular“ ist wohl „Kids“, einer der wenigen echten Hits von MGMT. Eine Melodie, die ins Ohr geht und Sinn macht. Ein Refrain, der zum Mitsingen einlädt. „Kids“ wurde nicht nur für den Grammy Award nominiert, sondern auch vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy für seinen Wahlkampf benutzt – allerdings ohne die entsprechenden Rechte von MGMT zu erwerben. Die Gefahr, dass François Hollande einen Song vom neuen Album missbrauchen würde, besteht wohl eher nicht.

„MGMT“ – das dritte selbstbetitelte Album

Klassische Songstrukturen wie Refrain oder Strophe gibt es nämlich auch auf der neuen Platte „MGMT“ nicht. Aber die zehn Songs sind zugänglicher und leichter verständlich, als es beim Vorgängeralbum der Fall war. Die beiden Gründungsmitglieder Ben Goldwasser und Andrew VanWyngarden haben sich mehr Zeit gelassen und zu zweit, ohne die anderen Bandmitglieder, ins Tonstudio zurückgezogen und einfach losgelegt – ohne Papier, sondern mit Aufnahmegerät und Tonnen von Eiscreme. Das Material haben sie dann ihrem Produzenten Dave Fridmann vorgelegt, mit der Aufgabe, daraus ein wie auch immer schlüssiges Album zu basteln.

MGMT benutzen Klangelemente aus den 60ern, die natürlich an die Beatles erinnern. Vor allem die beiden Songs „Alien Days“ und „Plenty Of Girls In The Sea“ klingen stark nach „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ – nur weniger revolutionär. Psychedelisch-abgespacter Pop, auf jeden Fall unkonventionell und wieder eine andere Richtung, als es die beiden vorherigen Alben „Oracular Spectacular“ und  „Congratulations“ hätten vermuten lassen. Die Band selbst ist jedenfalls äußerst zufrieden. „Normalerweise ist es immer so, dass ich, wenn wir mit einem Album fertig sind, schon genervt von den Songs bin und kaum erwarten kann, etwas anderes zu machen.“, erklärt Ben Goldwasser in einem Interview. „Aber dieses Mal ist es anders, ich finde die Songs klingen richtig frisch und aufregend!“

Im Herbst gehen MGMT auf Tour. Dann wird sich beweisen, ob auch ihre Fans die neuen Songs frisch und aufregend finden und die Urinflaschen dieses Mal zu Hause lassen.

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