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Mineral – Plastic Ekphrastic

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Mineral ist eine europäische Formation, die sich aus irischen und französischen Mitgliedern zusammensetzt. Neben Craig Walker sind es Thierry Fournie, Sophie Armelle sowie Damien Li, die einen eigenwilligen Sound auf ihrem Debütalbum „Plastic Ekphrastic“ kreieren. Craig Walker machte sich zunächst bei der irischen Indie-Rockband Power Of Dreams einen Namen, um sich dann mit Archive, die in Frankreich sehr bekannt waren, im Trip-Hop-Genre zu tummeln. Seit 2012 ist er nun mit Mineral unterwegs, die sich an so unterschiedlichen Interpreten wie Talking Heads, Daft Punk, Pixies, Syd Barrett, Kraftwerk, Serge Gainsbourg, The Beach Boys und Bela Bartok orientieren. Zudem coverten sie bereits „When You Sleep“ von My Bloody Valentine.

 Erklärte Favoriten von Mineral sind Metronomy, Dirty Projectors, MGMT, Grandmaster Flash, The Smiths und Dionne Warwick. Ein ziemlich kunterbuntes Namedropping, das sich in Verbindung mit der irisch-französischen Formation ergibt. Dementsprechend eklektisch ist auch das Klangbild von „Plastic Ekphrastic“, das dennoch als Einheit wahrgenommen wird und gleichermaßen Kopf und Bauch anspricht. Oder : Intelligente Songs für den Club, die auch in heimischer Umgebung funktionieren. Zudem sind sie so ebenso melancholisch wie optimistisch, wobei beide Stimmungslagen gerne auch mal während eines Titels zusammenfinden.

Dementsprechend wird das Album mit „Serial Monkey“ eröffnet, das die Gegensätzlichkeit sucht und dennoch als Ganzes zu glänzen versteht. Da werden Kraftwerk und die Talking Heads im Daft Punk Outfit präsentiert. Ein Rhythm & Groove Track, welcher der Dancefloor Crowd den nötigen Spaß beibringt, wobei auch das Hirn sein Futter abbekommt. Das 13-minütige „Atoms“ offeriert schließlich ein noch breiteres Spektrum von Mineral. Hier glaubt der geneigte Hörer Serge Gainsbourg, David Bowie und Syd Barrett als dreiköpfige Hydra zu vernehmen, die sich psychedelisch in viele Richtungen räkelt und orakelt. Dabei streifen sie harmonischen Beach Boys Sound, Indietronics a la MGMT und dunkle Wave-Pop-Gefilde, die von sonnigen Snythieschleifen wiederaufgehellt werden.

 Wenn „Atoms“ das Herzstück des Albums ist, so sind die anderen Titel die Adern, die Sauerstoff und dem Bandnamen gerecht werdende Mineralien transportieren. Wobei Craig Walker und Thierry Fournie als Hauptkomponisten sozusagen das Gehirn sind. Dagegen ist Damien Li für Mix und Produktion zuständig, Sophie für Lyrics, Melodielinien und die weiblichen Gesangsparts. Beide bilden den Körper, in dem das Herz pulsiert und die Synapsen gereizt werden. Eine Reizüberflutung findet dennoch nicht statt, hierfür sind Minerals Kompositionen zu ausgetüftelt, in einen organischen Flow befördert, der alles auf wundersame Weise zusammenhält. Selbst französisch-psychedelische Wave-Klänge („Mi-Clos“) sprengen den Rahmen nicht.

 Mit ihrem Sound, der so viel- wie nichtssagend dem Indietronic-Genre zugeordnet werden darf, sind sie auf Alan McGees neuem Label 359 Music bestens aufgehoben. Eine Plattenfirma, die ein Forum für akustischen Folk (John Lennon McCullagh) und nun auch Indie-Elektro zur Verfügung stellt. McGee ist der Begründer der Band Biff Bang Pow! und von Creation Records, er beweist ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Acts und sorgt abermals für eine überraschende Veröffentlichung im aktuellen Popgeschehen. Man darf jetzt schon gespannt sein, was dem noch alles folgt. Bis dahin gilt: John Lennon McCullagh und Mineral hören!

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