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Stoppok – Auf Sendung (Solo)

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Stefan Stoppk, der mit Band und auch  als Solokünstler unter seinem Nachnamen veröffentlicht, bringt nun das Solo-Album „Auf Sendung“ heraus. Er ist einer der Dienstältesten in der deutschen Musikszene. Als 18-jähriger zog er als Straßenmusiker durch Europa und 1980 war er mit dem ehemaligen Steeleye Span Drummer Nigel Pegrum Mitglied der Stenderband.

Bereits 1982 startete er seine bis heute andauernde Karriere unter dem inzwischen zum Markennamen gewordenen Stoppok. Stoppok steht für Ehrlichkeit, Kumpelhaftigkeit und authentisches deutsches Liedgut, das mit Folk, Blues und Rock arbeitet. Zudem würzt er seine Kompositionen immer wieder mal mit Funk-, Reggae- und Westcoast-Elementen. In seinen Texten stecken Spott, tiefgründige Wahrheiten, beißende Satire und eine Nachdenklichkeit, die ganz ohne falsches Pathos auskommt.

 Sein Bekanntheitsgrad kann auch anhand seiner Chartsplatzierungen abgelesen werden. So schafften es acht seiner Alben in die Top 100, wobei „Sensationsstrom“ mit Platz 41 die höchste Notierung aufwies. Dreimal erhielt er den Jahrespreis der Liederbestenliste und mit seinen Alben holte er sich mehrfach den Preis der deutschen Schallplattenkritik ab. Dieses Jahr wurde er von der GEMA mit dem Deutschen Musikautorenpreis bedacht. Seine Verdienste um die deutsche Popmusik sind schätzenswert.

 Das vorliegende „Auf Sendung“ wurde im Studio-Nord in Bremen aufgezeichnet, wo auch schon Heino und Heintje ihr Tagwerk vollbrachten. Hierzu Stoppok: „Hier ein gutes Feeling zu entwickeln, ist die wahre Kunst.“ Der in Hamburg geborene verstand es jedoch, jene volksdümmlichen Geister mit seinen Liedern aus dem Studio zu vertreiben. Bereits der Auftakt „Alles klar“ zeigt auf  wie wenig (also überhaupt nicht) ein sich dem Rock anbiedernder Heino einem Stoppok das Wasser reichen kann. Selbst die zärtlichsten akustischen Weisen des in Essen groß gewordenen sind mehr Rock’n’Roll als jener Heini (pardon: Heino) im kleinen Finger hat. Da hilft auch kein Totenkopfring an dessen Mittelfinger.

Deutsche bzw. menschliche Befindlichkeiten zeichnet Stoppok im Verlauf des Mitschnitts auf. Vom gefühlvollen „Wetterprophet“ über das Delta Blues slidende „Endstation“  zur Selbst und Welt rettenden „Mülldeponie“ oder mit den Aufforderungen „Erzähl’s deinem Frisör“ und „Sei nicht sauer“. Dabei versteht er es seine handwerklich und emotional gekonnten Saitenspielereien auf akustischen und elektrischen Instrumenten geschickt mit seinen Phrasierungen zu verknüpfen. Als Gesangsgäste agieren Pohlmann („Schwafel nicht“) und Astrid North („Leise“), letztere bringt Stoppoks Blues-Folk-Rock eine Soul-Note bei. Eine gefühlvolle Ballade, in die beide ihr Herzblut fließen lassen.

„Auf Sendung“ ist ein Paket, das neben der CD eine DVD bereithält, die in nüchternen s/w Bildern aufzeigt wie auf leisen und lauten Sohlen Leben in ein Radiostudio gebracht wird. Stoppok ist zwar kein Neuerfinder des deutschen Rock und Blues, aber einer der letzten Aufrechten, denen man jeden Ton und Silbe abnimmt. Respekt!

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