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Warum Larissa Dschungelkönigin wird

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Larissa Marolt hat im Dschungelcamp einen neuen Rekord aufgestellt. Ganze acht Mal hintereinander haben die Zuschauer das österreichische Model in die Dschungelprüfung gewählt. Das gab es bisher noch nie und ist internationaler Weltrekord! Ob sich damit der von RTL vorher gesagte globale Ruhm einstellt, bleibt abzuwarten, fest steht allerdings schon jetzt, dass Larissa Dschungelkönigin wird. Und zwar verdient und mit großem Abstand.

Noch nie zuvor hat es einer der im jährlichen Dschungelcamp versammelten C- und D-Promis geschafft, so eine Show abzuziehen und dabei eine solche Bandbreite an schauspielerischen Emotionen zu zeigen. Larissa ist mal nervig, mal traurig („man ist mit so vielen Leuten im Camp und doch allein.“), mal freudig enthusiastisch und mal depressiv („Ich würde ohne dich hier sterben.“). Aber meistens in Action und immer weiß sie, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn wirklich mal gar nichts los ist im Camp, sucht sie lauthals ihr T-Shirt, das direkt neben der Hängematte liegt, stolpert nachts durch’s Camp und bringt Mola zur ersten, vernehmbaren Reaktion, oder liefert mit einer stunt-reifen Hechtrolle in die Hängematte und wieder heraus eine Slapstick-Einlage.

Larissa ist sich dabei absolut bewusst, was und wie sie spielen muss, um die Gunst des Publikums zu gewinnen. Die Zuschauer wählen sie nicht jedes Mal in die Prüfung, weil sie sie hassen, sondern weil sie sie mögen. Und sehen wollen, wie sie sich diesmal schlägt. Larissas Unberechenbarkeit ist dabei gerade das Unterhaltsame. Sie wägt ganz genau ab, wann sie trotzig „ihre Würde bewahren will“, in dem sie die nicht-veganen Dschungel-Cocktails ablehnt (währenddessen die obrigkeitshörige Melanie brav alles schluckt), wann sie cool und ein bisschen anarchistisch sein darf (der unvergessene Moment, als sie in der Dschungellimousine erstmal eine Flasche Champagner öffnet, einen großen Schluck nimmt und den Rest über sich verteilt) und wann sie wieder ein paar Credits sammeln und Disziplin zeigen muss (Sand/Viecher-Prüfung mit Winnie „Paul“ Glatzeder).

Dabei zeigt Larissa meistens eine lässige  Erhabenheit und ist keineswegs so naiv oder gar dümmlich wie manche meinen. Sie hat verstanden, dass dies eine Unterhaltungssendung und kein Pfadfinder-Camp ist. Es geht nicht um das gehorsame Bestehen der Dschungelprüfungen, nur um der Truppe im Camp zu dienen. Wieviele Sterne man holt, ist sowas von egal, verhungert ist bisher ja wohl noch keiner. Nein, es geht darum, mit welchem Unterhaltungsfaktor man die Prüfungen absolviert. Und dabei Haltung bewahrt und nicht blindem Pflichtbewusstsein verfällt.

Das Kalkül von Larissa hat bisher keiner der anderen Teilnehmer kapiert, weder Männerversteher Jochen, noch „Schoko-Maus“ Gabby oder Frau Stoeckel und erst recht nicht der vorzeitig ausgeschiedene Pop-Schlagerstar, dessen Name mir gerade nicht einfällt. Nur Hobby-Kriminalist Winfried kam am Anfang mal nahe heran, das schauspielerische Talent von Larissa zu erkennen. Aber eine solche Anerkennung wäre ihm dann wohl doch eine Nummer zu absurd und so ist er lieber in die Rolle des lebenserfahrenen Coaches gefallen, der nach gemeinsam erfolgreich absolvierter Prüfung mit Larissa sogar seine Lust auf Zärtlichkeit mit einem 50 Jahre jüngeren Mädchen nicht unterdrücken konnte.

Dass Larissa die komplette Aufmerksamkeit und die Gunst der wahlberechtigten Zuschauer erhält, dämmert mittlerweile auch den anderen Campinsassen. Die Reaktionen variieren zwischen freundschaftlichem Näherkommen (Gabby de Almeida Rinne, Jochen Bendel, Melanie Müller), väterlicher Zuneigung und Erziehungsdrang (Winfried Glatzeder) oder dem großspurigem Herausspielen der eigenen, angeblichen Fähigkeiten (Mola – wie Gabby treffend feststellte, auch eine Abkürzung für Morgenlatte). Mola Adebisi, der schon bei VIVA unglaublich nervte, zeigte bei seinem ersten Prüfungsauftritt (bei dem er ungefähr 400 Mal hintereinander abwechselnd „Gemma, Gemma“ und „Suppa“ brüllte sowie vor lauter Aufregung eine Rechts-Links-Schwäche offenbarte), dass er immer noch Mola ist. Und wie der „Glatzenpeter“ vor ihm, lies er es sich nicht nehmen, sich damit zu brüsten, wie er es geschafft hat, die doch sonst so verpeilte Larissa zu motivieren und zum erfolgreichen Absolvieren der Prüfung anzuleiten. Widerlich.

Andere bedienen sich teilweiser Zickigkeit (Julian F. M. Stoeckel) oder teilnahmsloser Resignation (Corinna Drews, Marco Angelini, Tanja Schumann). Ihnen allen wird es jedoch nichts nützen. Wenn jetzt nicht noch irgend etwas ganz Unvorhergesehenes passiert, ist Larissa der Sieg nicht mehr zu nehmen. Wer weiß, vielleicht ist Larissa nach Kate Moss ja doch das nächste Rock’n’Roll Model? Auf jeden Fall verdient sie nach diesem Dschungelcamp eine eigene Sendung oder zumindest ein klein bisschen mehr Aufmerksamkeit.

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