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I Am Oak – Ols Songd

I Am Oak – Ols Songd

Aus dem niederländischen Utrecht stammen I Am Oak, die in Thijs Kuijken einen fragilen, dennoch ausdrucksstarken Sänger und Liederschreiber vorweisen können. In schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen sie ihre Alben und  debütierten 2010 mit „On Claws“, dem 2011 das mit einem 3VOOR12-Award gekürte „Oasem“ folgte. Nach „Nowhere Of Tammensaan“ von 2012 liegt nun „Ols Songd“ vor.

Bereits der Opener „I Am Sound“, der mit dem Interpreten-Namen spielt, offenbart wieder die entrückte Schönheit eines I-Am-Oak-Songs. Eine sanft gezupfte Akustikgitarre, spärliche Soundsacpes, etwas Schlagwerk, poetische Harmoniestimmen, die sich an Kuijkens Stimme schmiegen und eine melancholische Melodie sind die Zutaten, die sich zu einem stimmungsvollen Kleinod fügen. Manch ein Song gerät etwas lautmalerischer wie z.B. „Yoijhito“, „Kites In The Canopy“ oder „Pollen Of The Plains“, die von einer angenehm austarierten Laut-Leise-Amplitude leben.

Das Album „Ols Songd“ wurde von den I Am Oak Anhängern ganz besonders erwartet, weil darauf zwei Songs zu finden sind, die bisher leidglich bei Live-Konzerten gespielt wurden und auf ihre Studioversionen warten mussten. Kuijken hierzu: „Das sind alte Songs. Als sie geschrieben wurden waren sie schon alte Songs. Ihr Inhalt war natürlich aktuell, die Gefühle, die sie umhüllten, hatten mich allerdings schon oft überkommen und das ist was die Songs alt und neu zugleich machte.“ Dabei gehören „Honeycomb“ und „Birches“ zu den ganz starken Songs der Niederländer und zählen zu den Highlights von „Ols Songd“. Warum sie jetzt erst ihre Studiogeburt erlebten, erklärt Kuijken so: „Vor einiger Zeit überkam mich eine Welle sehr ähnlicher Gefühle, die mich wieder an eben diese alten Songs erinnerten und die Fähigkeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu unterscheiden verdunkelten. Dass sich diese beiden letztendlich verwoben, war unausweichlich.“

Man könnte diesen elf Liedern eine gewisse Gleichförmigkeit vorwerfen, der postwendend dieser verträumte Flow entgegengesetzt wird, der sich gerade aus jenen monotonen und melancholischen Melodielinien zusammensetzt. Wobei sich I Am Oak durchaus um Abwechslung bemühen und der aufmerksame Hörer wird Details wie etwa das Saxofon auf „Covers Cover“ entdecken. Letztlich sind es Atmosphäre und Stimmung, die dieses Album auszeichnen. In ihrer Schlichtheit und Poesie mit den frühen Iron & Wine und Bon Iver vergleichbar. Hervorzuheben ist immer wieder der Gesangsstil von Thijs Kuijken, der einen mit fragil-emotionaler Stimme verzaubert. Als säße er beim Zuhörer im Zimmer,  so direkt und unmittelbar wird sie wahrgenommen.

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