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Lowlakes – Iceberg Nerves

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Für Lowlakes begann alles mit ihrer selbstbetitelten EP im Jahr 2012. Als ebenso wichtig erwies sich ihr Auftritt beim renommierten CMJ Festival in New York, der ihnen eine breitere Öffentlichkeit bescherte. Lowlakes sind ein Quartett aus Australien, das zweifellos den richtigen Bandnamen gewählt hat. Auch der Albumtitel „Iceberg Nerves“ und das Coverartwork ergänzen sich nahezu perfekt, erzielen eine Einheit, die auch der Songreigen mit zwölf Titeln bildet.

Die Einordnung der Australier fällt nicht leicht, sie wurden bisher dem Shoegazer- und Dream-Pop-Genre zugerechnet. Dem kann nur bedingt zugestimmt werden, denn von Shoegazer Bands wie bspw. My Bloody Valentine und The Jesus And Mary Chain sind sie meilenweit entfernt und auch mit Dream-Pop-Bands wie Cocteau Twins oder Beach House haben sie nur wenig gemein. Wird versucht die Atmosphäre der Musik zu umschreiben, ist der Begriff Dream-Pop gar nicht mal verkehrt. Um das Wort Ambient erweitert, macht er sogar richtig Sinn. Als Soundtrack zu einem ruhigen Film mit traumwandlerischen Landschaften würde „Iceberg Nerves“ auch taugen.

Ein Faible für Soundscapes und Keyboards sollte der Zuhörer schon mitbringen, zudem sollte er sich vor relativ gleichmäßig fließenden Klängen nicht fürchten. Dabei verstehen es die Australier ihre Melodiebögen sehr weitschweifig zu spannen, sie atmosphärisch aufzuladen und eine Stimmung des In-sich-kehrens und manchmal gar richtiggehend meditative Sounds zu erzeugen. Dennoch bleibt immer eine Melodie zu erkennen, auch wenn sie wie Dunst über der See zu liegen scheint.

Tom Snowdon ist der Frontmann und hat eine dünne, hohe Stimme, die auch mal elektronisch verfremdet wird, dabei wird sie manchmal wie ein weiteres Instrument eingesetzt und auf die Texte zu achten wird angesichts der faszinierenden Soundlandschaft weitestgehend verzichtet. Melancholie und Dunkelheit stecken in diesem Album, das von immer wiederkehrenden lichten Momenten begleitet wird. Punktuell werden auch Erinnerungen an die 80er wach, wenn eine simpel pochende Drum Machine tuckert und Nebelklänge heraufziehen. An einigen Stellen lassen sie Töne förmlich im Raum stehen, finden jedoch nach und nach zu ihren Schattenklängen und Melodiebögen zurück. Auch nach einigen Durchläufen versagen Genrezuweisungen und wir behelfen uns etwas umständlich mit dem Begriff Ambient-Pop. Lowlakes spielen Musik für die stillen, in sich gekehrten Tage und Nächte.

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