Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

3 × vier =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Mando Diao – Aelita

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Gut gemeinte Geschenke können zu furchtbaren Ergebnissen führen. Beweis gefällig? Man höre in das neue Album von Mando Diao mit dem Titel „Aelita“. Eben diesen Aelita bekamen sie geschenkt, einen Analogsynthesizer aus der Sowjetunion.
Nerdherzen springen höher, Elektro-Nostalgiker kommen ins Schwärmen und überraschenderweise scheinen auch Mando Diao, die sonst eher für schwedischen Indie Rock stehen, begeistert gewesen zu sein.

So begeistert, dass sie ihr gesamtes Album von Synthiesounds tragen lassen. Wenn Daft Punk die 70er in das 21. Jahrhundert holen können, kann man das doch bestimmt auch mit den 80ern machen, sollte man meinen. Stimmt. Aber nicht, wenn Mando Diao Kapitäne dieser Mission sind. Das wird schon nach den ersten Takten des Openers „Black Saturday“ offenbart. Dieser Radiohit, dem man sich dieser Tage kaum entziehen kann, schwebt zwischen Synthie-Pop, Moderne und ihrem größten Kassenschlager „Dance With Somebody“. Seele birgt er nicht und steht damit stellvertretend für die ganze Platte.

Denn was Daft Punk schafften, misslingt Mando Diao: Der Sound der Vergangenheit wurde auf „Random Access Memories“ nicht einfach übernommen, sondern in die Post-Moderne eingebettet. Er klang sowohl neu als auch alt – ein Meisterwerk. „Aelita“ hingegen ist ein Abklatsch einer 30 Jahre zurück liegenden Dekade. Ein Album, das es nicht vermag, dem damaligen Sound einen neuen Anstrich zu verpassen.

Stattdessen spielen sich die Schweden wahllos durch die Bandbreite an Effekten, verzerren Bässe („Rooftop“) und setzen Vocoder-Effekte ein („Baby“). Zur „Krönung“ des Ganzen kommt sogar Autotune zum Einsatz („If I Don’t Have You“).
Der Tiefpunkt ist allerdings das mit spanischen Gitarren angereicherte „Wet Dreams“, das nicht so recht in das Konzept des Albums passt – aber vermutlich auf keinem Album wirklich integriert wirken würde.

Auf die positiven Aspekte sei fairerweise zum Schluss noch hingewiesen. Mit „Rooftop“ und „Lonely Driver“ hat „Aelita“ zumindest zwei angenehme Songs zu bieten, die zwar nicht zu den Hits des Jahres gehören, aber dennoch zu gefallen wissen. Außerdem spiegelt das Cover das Album perfekt wider. Noch nie wurde durch das Artwork so deutlich gemacht, was einen erwartet, wenn die CD abgespielt wird.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.