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Immer ein paar Ersatzgitarren dabei – Walk Off The Earth im Interview

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Er ist das I-Tüpfelchen bei Walk Off The Earth, der stille, coole Mann im Hintergrund. Mike Taylor glänzt in den Videos der Band regelmäßig durch seine kleinen Rollen. Beim Cover von Gotyes „Somebody that I used to know“, bei dem die fünf Musiker auf nur einer Gitarre spielen, ist er für das Pling-Geräusch zuständig, bei „Little Boxes“ klopft er hin und wieder auf einen Holzklotz und beim aktuellen Video „Happy“ spielt er ein paar Töne auf der Melodica. Die zurückhaltende, leicht gelangweilte Art von Mike Taylor kommt an bei den Fans – immerhin ist er der Einzige in der Band, von dem es ein eigenes T-Shirt gibt. Beim Konzert von Walk Off The Earth in München sprach MusikBlog mit dem bärtigen Mützenträger.

MusikBlog: Mike, du bist das Gegenteil von einem Frontman, aber der heimliche Star bei Walk Off The Earth. Welche Rolle spielst du in der Band?

Mike: In unserer Band gibt es keine definierten Rollen. Von Video zu Video verändern wir immer wieder die Dinge, die wir tun. Meine Rolle ist meistens sehr minimalistisch – das macht Spaß.

MusikBlog: Bei euch bekommt der alte Buggles-Song „Video killed the radio star“ einen ganz neuen Sinn. Walk Off The Earth kennt man vor allem über YouTube-Videos und nicht aus dem Radio. War eure Karriere von Anfang an so geplant?

Mike: Wir haben vor vier bis fünf Jahren damit angefangen YouTube-Videos zu drehen. Wir fanden, das wäre eine großartige Möglichkeit, unsere Band darzustellen. Außerdem konnten wir so machen, was wir lieben: Songs covern und sie durch das Video neu zu interpretieren. Mit einem Video hatten wir dann großen Erfolg und so hat das alles angefangen.

MusikBlog: Im Netz seid ihr vor allem mit solchen Coversongs erfolgreich. Ist das auch Teil eures Plans?

Mike: Bands haben schon immer gecovert. Irgendwann in den 80ern kam das dann aus der Mode und sie haben aufgehört. Uns geht es vor allem darum, einem Lied eine eigene Note zu geben. Wir wollten noch nie Duplikate machen. Covers mit interessanten visuellen Spielereien – das ist unsere Art, anderen Musikern Tribut zu zollen.

MusikBlog: Und das kommt an bei den Musikern – immerhin hattet ihr auch schon Anfragen von Bands?

Mike: In den letzten Jahren gab es ein paar davon. Coldplay haben uns gefragt, ob wir ein Video von einem ihrer Songs machen wollen und einige andere Bands auch. Das ist natürlich sehr schmeichelhaft für uns. Aber es gibt auch manche Lieder, die hörst du und weißt, dass du sie nicht annähernd so gut machen kannst wie das Original und dann verwerfen wir unsere Ideen wieder. Aber es gibt auch Songs aus einer anderen Zeit und einem ganz anderen Genre, die mit ihrer Melodie als Popsong funktionieren – solche Songs begeistern uns.

MusikBlog: Gehen euch langsam die Ideen für neue Videos aus?

Mike: Wir sind auf Tour, treffen ständig neue Leute und hören neue Songs. Aus all diesen Erfahrungen entnehmen wir Inspirationen für neue Videos. Beim Drehen der Videos sind wir dann immer sehr spontan. Das Zeitfenster zwischen der Idee und dem fertigen Film ist sehr kurz, somit ist es schwer zu sagen, wie unser nächster Clip aussehen wird.

MusikBlog: Auf der Bühne werden bei euch Instrumente quer durch den Raum geworfen – geht da nicht auch mal was schief?

Mike: Oh ja, regelmäßig (lacht). Wenn wir die Ukulelen und Trompeten werfen, geraten die schon mal aus der Flugbahn. Die Instrumente fallen auf den Boden, zerbrechen oder treffen Leute, die unglücklich stehen. Wir brauchen immer ein paar Ersatzgitarren auf der Tour. Aber wir haben eine großartige Crew, die für unsere Sicherheit sorgt.

MusikBlog: Seht ihr euch eher als Musiker oder als Artisten?

Mike: Es hält sich im Gleichgewicht, wir versuchen beide Seiten mit Energie zu füllen. Momentan fokussieren wir uns wieder mehr auf das Schreiben und Aufnehmen, weil wir an unserem neuen Album arbeiten. Wenn alles klappt, kommt es im Herbst raus. Wir wissen aber noch nicht, wie es klingen wird.

MusikBlog: Wie ist es für euch, in Deutschland aufzutreten?

Mike: Die Deutschen haben eine große Leidenschaft für Musik und sind nicht distanziert: Sie zeigen es, wenn sie etwas mögen. Wenn ihnen aber etwas nicht gefällt, dann lassen sie es einen genauso klar erkennen (lacht). Aber wir lieben es, hier zu spielen.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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