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La Roux (Credit Universal Music)
La Roux (Credit Universal Music)

La Roux – Trouble In Paradise

Anno 2009. Ein 80s-Revival überrollt die Clubs. Unter den Hauptverantwortlichen für diesen Hype: Elly Jackson und Ben Langmaid, besser bekannt unter dem Namen La Roux. Mit „Bulletproof“ lieferten sie einen der größten Hits der neuen Synthie-Ära ab – um anschließend für fünf Jahre von der Bildfläche zu verschwinden.

Jackson ist nun wieder da, Langmaid allerdings ist während der Promo-Phase zum neuen Album „Trouble In Paradise“ ausgestiegen. Und auch sonst hat sich einiges im Vergleich zur ersten Platte „La Roux“ geändert. Während damals die Synthies alles dominierten und der Sound eher auf abgeklärte Coolness ausgerichtet war, ist Jacksons Stimme auf einmal weich, hier und da schleicht sich eine Gitarre ein. La Roux zeigen sich von ihrer sonnigsten Seite.

Die 80er lassen sie dennoch nicht los. Statt ausgeklügelter Synthie-Arrangements widmen sie sich nun einfach der Italo Disco, den Steel Drums und dem Sound von Eiswerbung. Diese Öffnung hin zum sanfteren Pop zahlt sich aus. Jeder Song könnte ohne Probleme als Single ausgekoppelt werden, so prägnant sind die Refrains und Melodien.

Die Neuausrichtung von Jacksons Stimme fügt sich in dieses positive Bild ein. Mittlerweile singt sie wesentlich tiefer und damit auch sicherer. Gleichzeitig wird Schwermut vollends verbannt. Geradezu verspielt muten Tracks wie „Paradise Is You„, „Sexotheque“ oder „Kiss & Not Tell“ an, in denen sowohl Keyboard als auch Vocals völlig frei von Ton zu Ton hüpfen.

Ihren Wiedererkennungswert behalten sich La Roux dennoch bei. Einerseits durch Jacksons markante Stimme, andererseits auch durch gewisse Melodieverläufe, die klar in eine Linie mit dem Vorgängeralbum gebracht werden können, in den Details der Produktion allerdings klar verbessert wurden. Das schwierige zweite Album ist demnach geglückt. La Roux dürften mit „Trouble In Paradise“ in diesem Jahr für eines der wichtigsten Alben gesorgt haben – und dass, obwohl ihr Sound viel eher nach 1984 als nach 2014 klingt. Verrückt.

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