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Julian Casablancas + The Voidz – Tyranny – Konfus

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2001 veränderte eine Band namens The Strokes nochmal die Musiklandschaft und zwar mit ihrem Album „Is This It“. Post-Punk Revival oder Garage-Rock wurde diese Musikrichtung getauft. Hippe Jungs aus reichen Elternhäusern konnten sofort, ohne große Ochsentour und dem berühmten ersten Album, was normalerweise als Geheimtipp gehandelt wird, sofort einen Major-Deal an Land zu ziehen und die Charts zu stürmen. Es klang erfrischend und die Strokes erlösten uns vom Testosteron geschwängerten Nu-Metal oder dem weinerlichen Post-Grunge, was alles irgendwie nach Hochglanzpoliermittel roch.

Julian Casablancas ist der charismatische Strokes-Frontmann, der mit seiner unverwechselbaren Stimme den Songs das gewisse Etwas verleiht. 2009 brachte dieser dann auch sein erstes Solo-Album namens „Phrazes For The Young“ heraus, ein nettes kleines Album mit dem typischen Strokes-Sound, unterlegt mit ein paar Synthie-Spielereien.

Nun ist also Zeit für seine zweite Solo-Eskapade, die sich „Tyranny“ nennt. Ach ja, es sei noch zu erwähnen, dass er eine Backing-Band namens The Voidz mit an Bord hat. Interessieren tut dies aber wohl nur die wenigsten. Was erwartet uns auf dem Zweitwerk? Viel Electronica und schräge Sounds und wenig Strokes. Aber vor allem kommt „Tyranny“ wütend und düster daher, wie schon beim Opener „Take Me In Your Army“ oder dem Track „M.utually A.ssured D.estruction“.

Wer hier nach eingängigen Melodien sucht, der wird sein Glück nicht finden. Es lärmt und rumpelt über das ganze Album hinweg. Fans seiner Hauptband werden sicherlich ihre Probleme mit „Tyranny“ haben“. Aber nicht nur diese, denn es fehlt einfach an guten Songs. Nehmen wir zum Beispiel den nervigen Track „Father Electricity“, hier verliert man schon die Geduld nach 30 Sekunden. Der gute Wille, anders zu klingen und den großen Befreiungsschlag heraufzubeschwören, ist schon vorhanden, aber es gelingt Julian Casablancas einfach nicht.

Am Ende ist man froh, dieses Werk überstanden zu haben. Neue Fans wird Casablancas sicherlich nicht hinzugewinnen, eher vergraulen. Natürlich könnte man das Album auch mit feuilletonistische Schwurbeleien beschreiben wie: „Der begnadete Künstler legt erneut ein beredtes Zeugnis an Verve, Impetus, Leidenschaft und Spielfreude ab.“ Oder: „Die zwölf Songs warten mit einer Vielfalt an klanglichen und strukturellen Finessen auf, die unter der Produktion von Shawn Everett vorzüglich zum Klingen gebracht werden.“

So könnte man die Langrille auch interpretieren, aber das lassen wir mal sein. Also warten wir brav und geduldig auf das nächste Strokes Werk, denn da wurden wir ja bekanntlich noch nie enttäuscht. Bis jetzt!

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