Dearbhla Minogue , Daniel Fordham und David Stewart sind die Indie-Rock-Band The Drink aus London. Mit ihrem Debütalbum “Company” zeigen sie der Welt nun, wie wunderschön Gesang und Instrumentierung aneinander angepasst werden können und welch verrückte Ideen hinter ihrer Musik stecken.

Zunächst aber brachten außergewöhnliche Umstände das Trio zusammen. Die Irin Dearbhla Minogue, Sängerin und Gitarristin der heutigen Band hörte nämlich das Proben ihrer Bandkollegen Daniel und David in der benachbarten Wohnung und war sofort begeistert. Dearbhla machte also den ersten Schritt und gründete mit ihren Nachbarn, nach Trennung der alten Band Fighting Kites, das Indie-Trio The Drink.

Erste Aufnahmen der Band, die noch keinen sicheren Plattenvertrag unterschrieben hatte, verkauften sich über die legendären Rough-Trade-Stores in London. Zwei selbst veröffentlichte EPs später wurde dann Andy Moss vom Label Melodic auf die drei Musiker aufmerksam und schenkte ihnen den Plattenvertrag, mit dem sie in diesen Tagen ihre Debütplatte “Company” veröffentlichten.

“Company” ist fröhliche Gitarrenmusik, fröhliche Indie-Rock-Musik ohne jegliche Grenzen. Mit vibrierenden Bässen, schillernden Gitarrensaiten und einem einfachen Schlagzeug bildet The Drink die Grundlage für ihr Album. Wichtigster Bestandteil ist jedoch die unglaubliche Stimme von Minogue. Nicht nur ihre musikalische Reife sondern auch die faszinierende Leidenschaft zur Musik ist der Sängerin nämlich durchweg herauszuhören. Als das Herz der Band, scheint Frontfrau Dearbhla Minogue all ihre Kraft in The Drink zu setzen. Ja, fast schon grenzenlos scheint ihre Stimme im Zusammenhang mit der teils ungewöhnlichen Instrumentierung ihrer Bandkollegen.

Auch die Texte der Band sind mehr als faszinierend und trotzdem ein wenig seltsam. Verrückt geht es nämlich schon gleich beim ersten Track “Microsleep” zu. Dieser klingt nämlich dunkel, dynamisch und viel zu nervös mit all den Gitarren-Loops. Wieder einmal ist hier der Gesang im Vordergrund des Geschehens und rundet die dunkle Fassade mit verspielten Melodien ab. Die Band selbst beschreibt ihre Musik als seltsamen Gitarren-Pop mit einem dunklen Folk-Unterton. “Playground” zum Beispiel, klingt so verspielt und mädchenhaft, dass der Track fast in einer Romantik-Schnulze á la “Love, Rosie” im Hintergrund gespielt werden könnte. Der Song “Desert” klingt im Vergleich dazu schon ein wenig dynamischer und mysteriöser.

Wer also neugierig geworden ist und das schillernde Spektakel mal vom Nahen betrachten will, wird gleich beim ersten Reinhören merken, ob dieser Drink etwas für ihn ist oder nicht.


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