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Jib Kidder – Teaspoon To The Ocean – Atmosphärisch dichtes Album

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Jib Kidder ist der Spitzname des Musikers und Künstlers Sean Schuster-Craig. Seine Geburtsstadt ist Louisville, er wuchs jedoch in Georgia auf, studierte in Michigan und pendelt heutzutage zwischen Kalifornien und New York. Er ist aber nicht nur als Musiker, sondern auch in der Malerei sowie im Herstellen von Skulpturen künstlerisch aktiv. Seine Werke, sei es nun in der Musik oder in der Kunst, sind immer mit einer Portion Humor unterlegt. Von 2006 bis 2013 brachte er jährlich mindestens ein bis zwei Alben heraus. Für sein neuestes Werk „Teaspoon To The Ocean ließ er sich diesmal aber zwei Jahre Zeit.

Schon beim Eröffnungstrack „Remove A Tooth“ sieht man den Musiker im Studio ausgestattet mit Räucherstäbchen, Lavalampen und einem Bild von Maharishi Mahesh Yogi an der Wand. Hypnotischer Gesang trifft auf Pop ,unterlegt mit dezenter Elektronika. Zu den Höhepunkten der mit fulminanten Stücken gesegneten Platte gehört zweifellos „The Waves“, wo flirrende Keyboardteppiche und Harmoniegesänge prächtig miteinander verwoben werden. Auch die spacige Soundcollage von „World Of Madness, mit himmlischen Chören, satten Gitarrenriffs und abdriftenden Keyboards macht Lust auf mehr. Songs wie das überaus charmant poppige „Dozens“ oder das indisch-orientalisch angehauchte „Illustrations“ erweitern den überwältigenden Spielraum von Jib Kidder.

Kidder erschafft mit „Teaspoon To The Ocean“ ein atemberaubendes, atmosphärisch dichtes Album grenzenloser Pop-Musik. Seine Musik in ein Genre zu pressen ist recht schwierig, aber es schwebt immer eine gehörige Portion Psychedelia mit. Die wahre Stärke von Jib liegt im Songwriting, denn etliche dieser elf Songs bohren sich so unerbittlich in die Gehörgänge, dass man denkt, diese Lieder schon ewig zu kennen.

Der Gesang klingt ein wenig nach den Beatles, die Byrds klingen ebenso durch wie Velvet Underground, jedoch mit weniger Kanten. Ähnlich retrogradig, aber auch mit einem Gespür für das Zeitlose waren zuletzt die Strokes mit ihrer ersten Platte, freilich bezogen auf den Post Punk/New Wave Sound der späten 70er/frühen 80er. Bei Jib Kidder denkt man hingegen eher an Syd Barretts Pink Floyd und manchmal auch an die Kinks der ausgehenden 60er.

Ein starkes Album, das kompositorisch keinen Aussetzer enthält. Eine Platte, auf die man sich einlassen soll, schon alleine wegen ihres unwiderstehlichen Charmes. Letztlich aber vor allem dank des musikalischen Reichtums, der sich in jedem Song verbirgt.

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