Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

20 − 10 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Duke Garwood – Heavy Love

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Wenn man’s nicht besser wüsste, könnte man denken, dass Duke Garwood ein echter Bluesman ist, dessen neues Album „Heavy Love“ irgendwo in der staubigen Wüste Nevadas entstanden ist, so originär amerikanisch klingt seine Musik. Aber nein, Garwood stammt aus dem grünen Kent in Großbritannien und lebt seit einer Weile im südenglischen Küstenort Hastings.

Aufgenommen wurde „Heavy Love“ aber in der Tat in den USA und zwar in Josh Hommes „Pink Duck“-Studio in Los Angeles, und damit kommen wir den musikalischen Vorlieben Garwoods schon näher. Der Multiinstrumentalist, der schon als Zweijähriger Gitarre spielen lernte und sich wenig später dem Klavier zuwandte, hat in den vergangenen Jahren hauptsächlich durch die unterschiedlichsten Kooperationen von sich reden gemacht:

Duke Garwood spielte Gitarre für The Orb und Klarinette mit Archie Bronson Outfit, besondere Furore machte „Black Pudding“ (2013), das gemeinsame Album mit seinem guten Freund Mark Lanegan, der übrigens „Heavy Love“ produziert hat. Lanegan findet nur Superlative, um Garwood zu beschreiben: „Er ist ein Mystiker, ein musikalisches Genie, und ‚Heavy Love‘ ist ein verdammtes Meisterstück. Holt es euch, Leute!“ Man darf dem ehemaligen Queens Of The Stone Age-Mastermind unbedingt vertrauen – sofern man Musik mag, die völlig aus der Zeit gefallen scheint, von Einsamkeit, Versagen und zu viel allein getrunkenem Alkohol erzählt.

Duke Garwood hat eine Stimme wie ein Reibeisen, das in dunklen Samt eingewickelt ist, seine Songs wirken spartanisch, sind aber doch üppig und detailreich arrangiert mit Trompeten, Streichern, Saxofon, Klarinette, Gitarre. Man muss allerdings sehr genau hinhören, Wüstenmusik gibt ihre Geheimnisse nicht sofort preis. Bis auf die Blasinstrumente hat Garwood alles selbst eingespielt, eine Selbstverständlichkeit für ihn.

Stücke wie „Roses“ oder der „Hawaiian Death Song“ klingen so abgrundtief traurig, dass man fast beginnt, sich um Garwood zu sorgen. Dann jedoch wieder zaubert er Überraschendes wie „Disco Lights“ mit zarten Soul-Appeal aus seinem imaginären Stetson-Hut oder den geschmeidigen „Snake Man“, ein Bluesstück mit orientalischen Elementen. Auch auf „Heavy Love“ pflegt er seine musikalischen Freundschaften: Im Titelstück wird Garwood von Savages-Sängerin Jehnny Beth unterstützt, Rock-Fotograf Steve Gullick drehte das Video dazu.

„Heavy Love“ ist ein Album für Leute, denen Nick Cave mit Grinderman zu rockig und vulgär geworden ist und die sich mit der Musik ihrer Wahl gern für eine Weile zurückziehen. Duke Garwood klingt wie ein einsamer Wolf, kann sich aber der Freundschaft und Bewunderung von Fans und Musikern sicher sein.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.