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A Place To Bury Strangers – Transfixiation

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Indie = Indpendent = unabhängig. Auch wenn das Trio A Place To Bury Strangers eher dem Shoegazer- und Noise-Genre zuzuordnen ist, trifft auf die Drei das Adjektiv „unabhängig“ zu 100% zu. Denn Frontmann, Sänger und Gitarrist Oliver Ackermann betreibt die weltweit renommierte Effektpedalfirma Death By Audio. Einer der berühmtesten Kunden ist Gitarrist The Edge von U2. Die Firma beschert A Place To Bury Strangers finanzielle und die daraus folgende künstlerische Unabhängigkeit.

Beinahe schon als Klassiker des Noise-Rocks lässt sich ihr selbstbetiteltes Debütalbum von 2007 bezeichnen, das – im wahrsten Sinne des Wortes – einschlug wie eine Bombe. Nicht minder laut war 2009 der Nachfolger „Exploding Head“. Etwas gemäßigter präsentierten sie 2012 „Worship“, was bei A Place To Bury Strangers immer noch sehr, sehr laut bedeutet.

Auch live lassen sie nach wie vor die lärmende Sau raus. Die Washington Post bezeichnete sie mal als ohrenzerschmetternde und lauteste Shoegaze-Garage-Band, die man jemals zu hören bekam. Kein Wunder, dass sie in den 00ern von Black Rebel Motorcycle Club und Nine Inch Nails zum Touren geladen wurden.

Kaum zu glauben, dass das Trio auch beim vierten Album mit dem Titel „Transfixiation“ das relativ enge Genre weiterhin spannungsgeladen und auf sehr hohem Niveau präsentieren kann. Natürlich werden die Effektpedalen wieder bis zum Anschlag durchgetreten, es wird Vollgas gegeben in Sachen Lärm, Fuzz und Rock. Dabei rasen A Place To Bury Strangers mit voller Wucht gegen die von ihnen erzeugte Wall Of Noise, die beim Hörer als Stahlsplitter, Mauerbrocken und stechende Lichtblitze einschlagen. Wer in der Lage ist, all das Geröll wegzuräumen wird auch Spuren von Popmelodien entdecken, wenn auch zerstörte, zerbombte oder zerfetzte.

Auch „Transfixiation“ steht in der Tradition von The Velvet Underground (insbesondere deren Album „White Light White Heat“), The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine und einigen anderen. Auf zwei Titeln („Supermaster“ und „Deeper“) scheinen sie Joy Division zu huldigen. Festzumachen am Grabesgesang von Oliver Ackermann, einem Peter-Hook-Gedächtnis-Bass spielenden Dion Lunadon und Robi Gonzalez, der sich am vertrackt-roboterhaften Sound von Stephen Morris‘ Schlagzeugspiel orientiert.

Nichtsdestotrotz ist es die Kunst von A Place To Bury Strangers, ganz nach sich selbst zu klingen und einen eigenen Kosmos im Reich des Shoegaze-, Noise-, Psychedelic- und Garage-Rock erschaffen zu haben. Erhabener und göttlicher Lärm!

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