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SoKo – My Dreams Dictate My Reality – Angst, Jugend, Hass

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Reizend und ein wenig creepy zeigt sich SoKo neuerdings mit ihrem neuen Album „My Dreams Dictate My Reality“. Drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debüts „I Thought I Was An Alien“ provoziert Stéphanie Sokolinski mal wieder mit starken, feministischen und dennoch musikalisch sehr hochwertigen neuen Titeln.

Mit ihrer Eifersuchts-Ballade „I’ll Kill Her“ begann der ganze Spaß im Jahr 2007. Die französische Songwriterin SoKo war plötzlich international bekannt und beliebt. Schnell veröffentlichte sie also ihre erste Platte, war jedoch noch von großen Ängsten und Selbstzweifeln geplagt. Heute, mit Veröffentlichung ihres zweiten Langspielers , ist eines klar: SoKo ist stärker und selbstbewusster als je zuvor. Die 28-jährige scheint ihr Leben in die Hand genommen zu haben und ist lauter geworden als gedacht – Bässe, Synthesizer und verzerrte, schillernde Gitarren gehören jetzt zum Standardprogramm der platinblonden Musikerin.

Sokolinski ist eine begnadete Live-Performerin, benutzt selten eine Setlist und bringt immer wieder neue befreundete Musiker mit ins Boot. Künstler wie die Babyshambles, Kate Nash oder Foster The People waren genau davon begeistert und nahmen sie mit auf Tour. Ausverkaufte Hallen in Skandinavien, Großbritannien oder Australien bringen SoKo jedoch kaum etwas. Nach eigener Aussage verdient die junge Künstlerin nämlich kaum bis gar kein Geld mit ihrer Musik. Lediglich ihre Schauspiel- und DJ-Auftritte sorgen für den ein oder anderen Taler in der Tasche der Dame.

Mit „My Dreams Dictate My Reality“ soll es aber anders werden. Schon die Vorabveröffentlichung der ersten Single „Who Wears The Pants??“ sorgte für viel Aufsehen. Der Sonic Seducer schrieb zum Beispiel, dass das Kommende düsterer als alle anderen Releases davor wird und der Hörer sich auf eine „frauliche Version der The Cure Platten“ freuen kann. Eigentlich passend, da Größen wie The Cure, Joy Division oder The Smiths zu den Lieblingen von SoKo gehören.

Für die Aufnahmen der Platte suchte Sokolinski Hilfe bei Produzent Ross Robinson (Korn, Klaxons, The Cure) und schaffte mit ihm in den Tiefen von Los Angeles eine der verwirrendsten, aber dennoch besten Platte dieses noch jungen Jahres. Mal provozierend und ein wenig  nach Marina & The Diamonds klingend wie auf „Bad Poetry“, mal tanzbar und voller jugendlicher Angst wie auf „Ocean Of Tears“ – SoKo macht sich interessant, zeigt sich lebendig und hat keine Angst davor, über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen.

Flüsternd, hauchend, Angst einflößend schickt sie uns in die düsteren Ecken ihrer Vergangenheit und lässt keine Emotion aus. „My Dreams Dictate My Reality“ ist ein außerordentlich gutes Album voller Jugend, Liebe, Hass und Angst – ein Album, das sich auch live bestimmt super anhört. Chance dazu gibt es im nächsten Monat in Berlin und Hamburg.

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