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Sachal – Slow Motion Miracles – Auf zu neuen Ufern

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Nach drei erfolgreichen Jazz-Alben wagt der amerikanische Singer/Songwriter Sachal Vasandani mit seinem neuen Studiowerk „Slow Motion Miracles“ nun einen ersten Blick über den eigenen Tellerrand. Ein bisschen breitgefächerter sollte es werden, mutiger, offener und etwas mehr der Masse zugewandt, so der studierte Musiker aus Chicago.

Schon der Opener „No More Tears“ lässt aufhorchen. Mit einem minimalistischen Sound-Gerüst im Rücken versucht sich der Sänger an einer Kombination aus atmosphärischem Kammerspiel und lebensbejahendem Easy Listening-Pop. Es dauert ein, zwei Durchläufe, ehe die eingängigen Schwingungen haften bleiben. Dann will die Melodie aber nicht mehr aus dem Ohr. Immer wieder kräuselt sich der kurzweilige Refrain zusammen, nur um sich im nächsten Moment wie eine in Melancholie gebettete Wolke am Horizont majestätisch aufzuplustern. Großes Klang-Kino.

Zehn Minuten später werden die Gehörgänge erneut geweitet. Abermals sorgen luftig lockere Rhythmen für wippende Gliedmaßen. Auch Sachals ruhiges, sich vor dem klassischen Storytelling verneigendes Organ trägt seinen Teil dazu bei, dass man als Hörer, gefangen in einem Klang-Netz aus träumerischen Fantasien und aufwühlendem Liebesleid, gar nicht anders kann, als dem neu geschaffenen Zeit-Raum-Gefüge zu verfallen.

Diese Atmosphäre kann aber auf Albumlänge leider nicht ganz gehalten werden. Zwar präsentieren sich weitere zwischen Indie-Pop, Elektro, Afro-Beat und poppig untermaltem Jazz pendelnde Songs wie „Marie“, „Cover The Water“ oder die Gladys Knight And The Pips-Verneigung „Neither One Of Us (Wants To Be The First To Say Goodbye)“ auf einem durchweg soliden Fundament wandelnd, doch bleiben am Ende nur besagte zwei Songs so richtig hängen. Die begleiten einen dann aber auch über Tage hinweg; eine Nebenwirkung, mit der sich nicht sonderlich viele Pop-Alben dieser Tage brüsten können.

Mit „Slow Motion Miracles“ gelingt Sachal Vasandani ein musikgewordener Brückenschlag zwischen den Jazz-Wurzeln seiner Vergangenheit und Soul-, R’n’B- und Pop-angehauchtem Neuland. Ein Wagnis, das sich gelohnt hat und Lust auf mehr macht. In diesem Sinne: Willkommen im Universum des Pop!

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