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Summer Camp – Bad Love

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Manche Bands verpulvern all ihre kreative Energie auf einem tollen Debütalbum und lassen dann stark nach; andere wiederum wachsen mit der Zeit und finden erst nach zwei, drei Platten zu ihrer Bestform. Das englische Ehegatten-Duo Summer Camp gehört in letztere Kategorie: Jeremy Warmsley und Elizabeth Sankey sind Konzept-Freaks und hatten ihre ersten beiden Alben in komplette, gefakete Szenarien eingebettet. Vom Cover über die Website inklusive ausgedachter Geschichten und cheesy Songs wie „Better Off Without You“ oder „Round the Moon“ erschufen Summer Camp die perfekte Teenage-Fantasy, die Erinnerungen an Klassenfahrten, summer camps und Knutschereien beim Flaschendrehen weckte. Das gelang perfekt, allerdings waren die Songs (noch) nicht so richtig gut, Summer Camp mussten sich Bemerkungen wie „aufdringlich gefällig“ oder schlicht „flach“ gefallen lassen. Konzept und Verpackung allein sind halt nicht alles.

Andererseits verfing ihre charmante, fluffig leichte Retro-Mixtur aus Eighties-Synthiepop und Girlgroup-Reminiszenzen doch bei den richtigen Leuten: So wurden Summer Camp erwählt, den Soundtrack zu „Beyond Clueless“ aufzunehmen, einer Dokumentation von Charlie Lyne, der anhand zehn ausgewählter Teenie-Filme die besondere Magie eben dieser erklärt.

Diese spartenübergreifende Anerkennung ihrer Musik hat Sankey und Warmsley offenbar kreativ beflügelt, denn ihr neues Album „Bad Love“ weist eine deutlich höhere Dichte an griffig-eingängigen Stücken auf – wobei sie den zuckrigen, flirrenden, wie Prosecco prickelnden Bubblegum-Pop, der ihr Trademark geworden ist, nicht aufgeben. Passend zum Albumtitel haben sich nur hie und da ein paar dunklere Töne eingeschlichen, im Titeltrack ist eine dunkle Wave-Gitarre hören, an anderer Stelle croont Jeremy beinah so dramatisch wie Rufus Wainwright.

Ähnlich wie bei Best Coast, mit denen Summer Camp zu Recht ja oft verglichen werden, lassen sich Schritte in Richtung Erwachsenwerden nicht verleugnen. „Bad Love“ hat nicht mehr ganz so viel mit den ersten unschuldigen Fummeleien aus der Ferienfreizeit zu tun, die Probleme sind inzwischen ernsthafter geworden („You’re Gone“, „If You Hate Me“), die Ansprüche an die lovers höher („Everlasting“), und das pinktapezierte Mädchenzimmer ist nicht mehr der sichere Hafen („Run Away“).

Andererseits: Ein Song wie „Beautiful“ ist dann doch wieder das pure, übermütige, unbeschwerte Teenie-Glück mit Schmetterlingen im Bauch und Bacardi-Kirsch im Plastikbecher. Am Stück gehört erzeugt „Bad Love“ ein Gefühl wie einmal zu oft Achterbahn gefahren – in kleinen Dosen genossen sind die Songs perfekte Stimmungsaufheller, die nicht mal verschreibungspflichtig sind.

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