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Albert Hammond Jr. – Momentary Masters – Adrett gerockt

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Die sieben Jahre seit seinem letzten Solo-Album „¿Cómo Te Llama?“ war Albert Hammond Jr. definitiv nicht untätig. Mit den Strokes spielte der Gitarrist immerhin zwei Alben ein. War mit ihnen mehrmals auf Tour. Und für ihn wohl noch wichtiger: Er kickte seine ins Extrem ausgeartete Drogensucht. Koks, Heroin und Ketamin standen bei ihm auf dem Programm. Und jede Woche soll er dafür seinen Dealern ein stattliches Dollarpacket rübergeschaufelt haben.

Nach einer 18 monatigen Entziehungskur rückte auch wieder das Musikmachen stärker in den Vordergrund. Das kündigte sich schon 2013 mit den fünf Stücken der „AHJ“-EP an. Mit „Momentary Masters“ legt er jetzt seinen dritten Solo-Longplayer nach. Eingespielt wurde das Album ganz entspannt in seinem eigenem Studio, einer umgebauten Scheune. Unterstützt wurde er dabei komplett strokesfrei von den Gitarristen Hammarsing Kharhmar und Mikey Hart, dem Bassisten Jordan Brooks und dem Drummer Jeremy Gustin.

Die zehn Stücke kommen schon überwiegend mit gutem Drive und frischem Elan rüber. Die ersten zwei Stücke „Born Slippy“ ( Nein, kein Cover) und „Power Hungry“ führen einen mit ihrem eher arty  New York Indie-Pop zwar anfangs ein wenig auf eine falsche Fährte. Aber mit Ausnahme des langsam groovenden „Coming To Getcha“ und dem etwas medioker geratenem Cover von Bob Dylans „Don’t Think Twice“, geht es auf „Momentary Masters“ schon eher flott rockig zu. Stilistisch den frühen Strokes-Alben gar nicht so fremd.

Auffallend ist, dass sich sein Gesang seit „¿Cómo Te Llama?“ weiterentwickelt hat. Neue Stimmbänder sind ihm zwar nicht gewachsen, aber inzwischen weiß er mit seinen stimmlichen Möglichkeiten besser umzugehen und sie effektiver einzusetzen. Dass sein Sinn für gute powerpoppige Ohrwurmmelodien auch immer noch vorhanden ist, zeigen Stücke wie „Razors Edge“, “Caught By My Shadow”, “Losing Touch” und “Drunched In Crumbs”.

Was das Album auch noch positiv charakterisiert, sind die gut ausgearbeiteten, einfallsreichen Gitarrenarrangements der Songs und das tighte Zusammenspiel von Hammond mit seinen Mitmusikern. Sollten die Strokes irgendwann mal wieder das Handtuch schmeißen, könnte er mit dieser Band bedenkenlos direkt weitermachen.

Stilistisch hätte das Album in sich noch etwas schlüssiger ausfallen können. Aber das kennzeichnete ja auch schon die letzten zwei Strokes-Alben, dass gerne vieles ausprobiert wurde und als Gesamtbild dann nicht so ganz einheitlich auf den Punkt kam. Trotzdem hat der 35-jährige Albert Hammond Jr. mit dem Album seinen bislang besten Sologang abgeliefert. Zwar nichts, was einen den Mund offen stehen lassen oder zu einem verblüfften „Wow!“ hinreißen würde, aber „Momentary Masters“ ist trotzdem ein überwiegend recht schmissiges und adrett aufrockendes kleines Ding. Und das ist ja auch schon mal was.

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