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DRINKS (Credit Cara Robbins)

DRINKS – Hermits On Holiday

Na, da haben sich aber zwei gefunden. Schön spinnerte Popmusik kommt vom White Fence-Dude Tim Presley und der eher unbekannten mal Walisisch, mal Englisch singenden Singer/Songwriterin Cate Le Bon.

Ihr Umzug vom trauten Königreich nach Los Angeles machte es möglich, und auch wenn es nicht explizit Erwähnung findet, es deutet schon vieles darauf hin, dass sich Presley und Le Bon sehr gern haben und nicht nur musikalisch ein Paar sind.

Umso ungewöhnlicher das Ergebnis: keine Pärchenmusik machen DRINKS, nicht mal ansatzweise, eher, wie soll man es nennen?, avantgardeske Spinnereien, die einen gewissen, kruden Humorfaktor nicht entbehren. Da werden Sinnfragen eruiert, ob Cate jetzt wirklich diesen Hund mag („Tim, Do I Like That Dog?“) und sachkundige Feststellungen über die Gangart des anderen Geschlechts verbreitet („She Walks So Fast“).

Dass das alles mehr als Klamauk ist, ist freilich dem Sound zu verdanken. Die jaulende, verzerrte und oft auch leicht verstimmte E-Gitarre fräst, bohnert und wichst sich hier durch alle seltsamen Songversuche, die oftmals in munterem Drum-Gepolter untergehen. Das Gitarrenspiel ist im Grunde absurder als die Dada-Lyrics, obgleich, und das ist die Kunst hier, nicht gänzlich ohne Sinn.

Den Weirdo-Sounds ein Denkmal setzen DRINKS mit ihrem erfrischenden Debüt „Hermits On Holiday“, und wissen dabei durchaus zu gefallen. Okay, auf heavy rotation und on repeat wird man DRINKS eher nicht hören, aber schön, dass Pop auch so was kann.

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