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Egopusher – Egopusher

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Neues Jahr, neue Musik. Das brandneue Züricher Duo Egopusher nimmt diesen gerne propagierten Slogan wörtlich und verblüfft mit staunend machendem Genremix. Tobias Preisig und Alessandro Giannelli sind ein Geige-Schlagzeug-Duo und fabrizieren auf ihrer kurz gehaltenen Debüt-EP einen faszinierenden Bastard aus Jazz, Electronica, Klassik- und Rock-Anleihen.

Unterstützt mit digitalem Drum Pad und einem mit den Füßen bedienbaren Synthiebass, entsteht ein Konvolut an der Schnittstelle zwischen Pop und Klassik, der zu Recht immer populärer wird. Hauschka und Nils Frahm voran, die Grandbrothers im Schlepptau, sind auch Avantgardisten wie Delia Gonzalez oder Electro-Acts, wie die klassisch ausgebildete DJ Emika (nein, solange Männer keine DTarzans sind, sind Frauen keine DJanes), mittlerweile fleißig damit beschäftigt, die ergiebigen Kreativgründe aus klassischer Instrumentierung und elektronischer Verfremdung leerzufischen.

Die elektronische Verfremdung, Verzerrung und damit Erneuerung macht auch den Geige-Schlagzeug-Sound von Egopusher zu etwas Besonderem. Mal bedrohlich scheppernd und schneidend, mal melancholisch zupfend und streichend, mal viril, mal feminin, mal industrial, mal zart begegnen sich Preisig und Gianelli in einem Instrumentenwechselspiel der intensiven Gefühlslagen.

Eine Geige und ein Schlagzeug: Das passt, und wie. Ein Violinist aus dem Jazz und ein Drummer aus der Rock- und Popwelt: Egopusher aus Zürich und sesshaft in Berlin verblüffen mit einer starken, gesanglosen Debüt-EP, die eine Entwicklung katalysiert, die immer viraler wird: Der rhythmus- und beatsüchtige Pop, mit seinen 21st-Century-Flaggschiffen Hip Hop und Elektro, macht selbst vor der Bastion Klassik nicht mehr halt.

Wenn die Debüt-EP Egopushers eine Schwachstelle hat, dann die, dass sie zu kurz ist – also genau richtig für die Generation Streaming-Dienste. Die zahlungskräftigeren Kulturliebhaber, die für Nils Frahm-Vinyl viel Geld ausgeben, werden mehr sehen und hören wollen.

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