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Methyl Ethel – Oh Inhuman Spectacle – Dream Space Sound

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Eine frische Welle schwappt aus Down Under herüber. Mit dem Debut-Album „Oh Inhuman Spectacle“ betreten Methyl Ethel aus Australien die internationale Bühne. Das Trio aus Perth präsentiert einen Dream-Space Sound zwischen dem Nachmittags-Warm-Up Beat auf einem staubigen Festival-Gelände und dem Soundtrack zur Übertragung eines Außeneinsatzes an der Raumstation ISS.

Der kreative Kopf Jake Webb beschäftigt sich nicht erst seit heute mit Musik, bastelt als Multiinstrumentalist schon länger an eigenen Sound-Vorstellungen. Aufgenommen hat er seine ersten Entwürfe im eigenen Schlafzimmer, später auf den EP`s „Diptychon Guts“ und Teeth“ sein Frühwerk veröffentlicht. Der Name seines Projekts hat seinen Ursprung nicht im Versuch des Schnüffelns berauschender Substanzen, sondern in der chemischen Verbindung Methylethylketonperoxid, die der Betrieb seines Vaters zur Herstellung von Glasfaser-Kabel verwendet.

Mit der Rekrutierung von Schlagzeuger Chris Wright und Bassist Thom Steward aus der bunten Perther Szene für seine Gigs formte sich aus der One-Man Show das jetzige Band Line-Up. Für die Produktion von „Oh Inhuman Spectacle“ hat sich Webb, der neben dem Gesang live die Gitarre bedient, dann doch wieder in ein kleines Haus weit außerhalb der Stadt zurückgezogen.

Die Finger quietschen beim Opener „Idée Fixe“über das Griffbrett, Jake Webb beschwört repetitiv den musikalischen Geist aus der Flasche bevor das Stück Uptempo aufnimmt und in akustische Zwischenwelten diffundiert. Dort bewegen sich die 12 Stücke in der Folge halb transzendent, halb griffig und entwickeln seltsame Eigendynamik.

Vor dem Einsatz von Flöte, Grillen und sonstigen Insekten wird nicht zurückgeschreckt, mancher wird während „Unbalancing Acts“ an lauschige Sommernächte unter den Sternen, der ein oder andere beim „Everything Is As It Should Be“ oder „Depth Perception“ an Erlebnisse mit ganz großen Pupillen denken.

Die androgyne Stimme von Sänger den Songs verpasst dem Ganzen stets eine chillige Note, liebliches Gesäusel ist das allerdings nicht. Tieftraurig sind seine Lyrics, handeln von Herzensangelegenheiten und Sehnsüchten, alles eingepackt in Watte, damit die Melancholie nicht zerbricht.

Ein satter Bass trägt „Also Gesellschaft“ durch das Outback, David Bowies Glam-Rock Attitüde glitzert durch „Artificial Limb“, zwischen den Synthies und vertrackten Lo-Fi Melodien schimmert etwas Animal Collective , in flotteren Momenten Empire Of The Sun hervor.

„Rouges“, „Shadowboxing“ und vor allen Dingen das eingängige „Twilight Driving“ haben dagegen das Potential zum Ohrwurm im Indie-Club, hier trifft auf die Musik am ehesten die Bezeichnung Dream-Pop zu, beim Rest wird Pop gern durch gebremste Diesseitigkeit ersetzt.

Nachdem mit „Obscura“  das Album nach einer knappen dreiviertel Stunde Laufzeit ausklingt, fühlt man sich wie nach einer Akustik-Tour durch das Unterbewusstsein. Bei diesem Reisebüro sollte mehrmals gebucht werden.

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