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Teleman (Credit Moshi Moshi)

Teleman – Brilliant Sanity – Neo-Pop mit Prä-Verweisen

Trippelnde Keyboards, trockene Beats und eine Stimme, die sich an einem Brückenschlag zwischen britischem Pop der Achtziger und surfigem Geschnipse aus den späten Sechzigern versucht: Die britischen Indie-Pop-Newcomer Teleman beeindruckten Freunde leichtfüßiger Synthie-Klänge bereits vor zwei Jahren mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Breakfast“.

Dieser Tage legen Thomas Sanders, Jonny Sanders, Pete Cattermoul und Hiro Amamiya mit „Brilliant Sanity“ sogar noch eine Schippe drauf. Die Synthies schwelgen noch wärmer, die Rhythmen grooven von der ersten Sekunde an, und die Melodien wollen nahezu allesamt nicht mehr aus dem Kopf.

Teleman koppeln große Harmonien an luftig lockere Sunshine-Klänge, ohne dabei in kitschige Welten abzudriften. Man lausche nur Ohrwürmern wie „Dusseldorf“ oder „Fall In Time“; zwei exemplarischen Eckpfeilern des Albums. Hier zeigt sich die gesamte Bandbreite der Briten:

Auf der einen Seite: musikalische Lebensfreude par excellence, eine nicht enden wollende Spule aus Durtönen, sowie imaginäre Bilder von dauergrinsenden Menschen auf der Jagd nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres.

Auf der anderen Seite: pulsierenden Melancholie, getragen von einem Organ, das nicht nur zwitschern kann wie ein Sommervögelchen, sondern auch in der Lage ist, die schwermütigeren Facetten des Lebens charismatisch und nachhaltig in Klang zu gießen.

Was vor zwei Jahren mit einem Kniefall vor dem Schaffen von Brian Wilson und Co begann, findet anno 2016 mit „Brilliant Sanity“ und zahlreichen glitzernden Dreiminütern à la „Superglue“, „Tangerine“ oder “ Melrose“ seine perfekte Fortsetzung.

Teleman: Neo-Pop mit Prä-Verweisen in Vollendung. Play drücken und genießen.

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