Nach gerade einmal vier Jahren im Business zählen die Coves in ihrer Heimat schon zu den festen Größen, wenn es um fuzzigen Indie-Rock geht. Das britische Duo hat den Dreh aber auch raus. Sängerin Beck Wood hat diesen kratzigen Bittersweet-Vibe in ihrer Stimme. Multiinstrumentalist John Ridgard weiß immer genau, wann und wie er sich am effektivsten mit welchen Sounds in den Vordergrund drängt. Das Duo fungiert als eingespieltes musikalisches Zweirad, das am liebsten in der hauseigenen Garage seine Runden dreht.

Irgendwo zwischen den markanten Klängen von Bands wie Wolf Alice, Garbage und Mazzy Star suchen sich zwischen hart und zart pendelnde Songs wie “Stormy” und “You’re Evil” ihre Nische. Es kratzt und knirscht an allen Ecken und Enden, wenn es sich der in Castle Grayskull, Leamington Spa und London produzierte zweite Silberling des Zweiers namens “Peel” im CD-Fach bequem macht.

So richtig dreckig wird es allerdings nie. Kurz bevor sich Shoegaze-meets-60s-Garage-Rock-Perlen wie “Tripping Over Lust”, “To The Sea” oder “Tongue Ties” in schnodderigen Gefilden auflösen, kommen die beiden Verantwortlichen mit feingestrickten Harmonien um die Ecke und bringen das große Ganze wieder auf Kurs.

Es ist vor allem der beeindruckende Brückenschlag zwischen laut und leise der “Peel” ins Branchen-Rampenlicht katapultiert. “Soft Friday” ließ im März 2014 bereits aufhorchen. Mit “Peel” legen Beck Wood und John Ridgard dieser Tage sogar noch eine Schippe drauf.

Großes Klang-Kino abseits der glatten Norm. Hier scheint die Sonne in die Garage. Sehr schön!

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